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Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz

NWMK tagt in Bremen: Norddeutsche Wissenschaftsminister stellen Weichen für die Deutsche Allianz Meeresforschung

29.11.2018

Die Norddeutschen Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsminister aus Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben sich am heutigen Donnerstag (29.11.2018) in der Handelskammer Bremen getroffen, um die gemeinsamen Ziele in der Wissenschafts- und Forschungspolitik zu beraten. Im Mittelpunkt dieser Konferenz stand die von den norddeutschen Ländern gemeinsam mit dem Bund geplante Gründung einer „Deutschen Allianz Meeresforschung“.

Die Deutsche Allianz Meeresforschung (DAM) will den großen Zukunftsfragen der Meeresforschung durch gemeinsames Handeln begegnen und Handlungswissen für einen nachhaltigen Umgang mit dem Meer für Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bereitstellen. Die DAM soll die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen in der Meeresforschung aktiven Akteuren verbessern und einen inhaltlichen und organisatorischen Mehrwert schaffen sowie durch Bund und die beteiligten Länder gefördert werden. Die NWMK hat in der heutigen Sitzung beschlossen, die DAM noch in 2018 gemeinsam mit dem Bund zu gründen. Damit ist der länderseitige Startschuss gegeben für eine einrichtungsübergreifende nachhaltige und langfristige Stärkung der Meereswissenschaften als wichtigem Zukunftsthema.

Die diesjährige Vorsitzende der NWMK, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt dazu: „Die heutige Sitzung war ein weiterer Meilenstein in der Stärkung und Festigung norddeutscher Kooperation. Wir haben uns in dem für die norddeutschen Länder und die Meeresforschung insgesamt hoch wichtigen Zukunftsthema der Deutschen Allianz Meeresforschung auf eine gemeinsame Zielsetzung verständigt und die Gründung der DAM noch in 2018 gemeinsam mit dem Bund beschlossen. Ich bin zuversichtlich, dass wir schon bald den offiziellen Start der Deutschen Allianz Meeresforschung verkünden können. Das ist ein großartiges Zeichen für die Meereswissenschaften.“

Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, sagte: „Der Klimawandel stellt unsere Gesellschaft vor existentielle Herausforderungen. Da die Weltmeere einen großen Einfluss auf den Klimawandel haben, ist die Zusammenarbeit der norddeutschen Länder als Küstenländer in diesem Forschungsfeld besonders wichtig.“

Dr. Eva Gümbel, Staatsrätin der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg ergänzte: „Das Meer ist eine sehr wichtige Lebensgrundlage für uns und ist extremen Belastungen ausgesetzt. Es ist uns norddeutschen Bundesländern besonders wichtig, die Weltmeere zu erforschen, Probleme aufzudecken und wissensbasierte Lösungen für ihren natürlichen Erhalt zu entwickeln. Die Aufgabe ist so groß, dass wir das nur gemeinsam schaffen können. Ich freue mich sehr, dass wir alle Fachleute und Institute nun zusammenführen und die gemeinsame Arbeit auf eine finanziell solide Grundlage stellen.“

Die Ministerinnen und Minister haben außerdem das für die norddeutschen Länder strategisch wichtige Thema der Energieforschung in den Blick genommen. Sie haben einen Bericht zum Potential zur norddeutschen, länderübergreifenden Zusammenarbeit in der Energieforschung verabschiedet, in dem Themenschwerpunkte mit norddeutschem Kooperationspotential aufgeführt werden. Dies sind insbesondere Windenergieforschung, Sektorkoppelung, Speichertechnologien und Vernetzung der Energieforschungsverbünde.

Ferner wurde ein neues Schwerpunktthema der norddeutschen Kooperation beleuchtet, nämlich das Thema der Digitalisierung. Nachdem die NWMK 2017 den strategischen Anstoß für gemeinsame Aktivitäten in diesem Bereich gegeben hatte, veranstaltete das Vorsitzland Bremen im November 2018 in Kooperation mit der Universität Bremen einen Workshop zum Thema Forschungsdatenmanagement. Im Rahmen des Workshops wurde herausgearbeitet, wie wichtig ein Kulturwandel in Richtung Digitalisierung sei und welche Bedeutung einem Austausch zum Forschungsdatenmanagement insbesondere in norddeutscher Kooperation dabei zukommt. Dieser Austausch soll fortgesetzt werden.

Die NWMK hatte außerdem Vertreterinnen und Vertreter der Universität Bremen eingeladen, die das Konzept der „Dualen Promotion“ in der bremischen Lehrerbildung vorstellten. Als innovative Lösung für eine „Professionalisierung durch Promotion“ im Lehrerberuf sollen mit diesem wegweisenden Konzept sowohl das Problem des bundesweit fehlenden wissenschaftlichen Nachwuchses in den Fachdidaktiken als auch in der schulbezogenen Erziehungswissenschaft in der Lehrerbildung an Universitäten in den Blick genommen und innovative Lösungen hierzu angeboten werden.

Die Norddeutsche Wissenschaftsministerkonferenz mit den Ländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein findet jährlich ein- bis zweimal statt.