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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Autobahnzubringer Arsten und Kommunale Entlastungsstraße Dreye fertiggestellt

Bürgermeister und Staatsrat übergeben heute die neue Straße dem Verkehr

23.04.2010

Nach 19 Monaten Bauzeit übergeben der Weyher Bürgermeister Frank Lemmermann und der Bremer Baustaatsrat Wolfgang Golasowski heute die neue Straße zwischen Bremen und Niedersachsen dem Verkehr. Um der heute schon vorherrschenden sowie der prognostizierten Verkehrsbelastung von über 30.000 Kfz/24h zu begegnen, wurde ein leistungsfähiger Ausbau des BAB-Zubringers Arsten und eine Verlängerung der kommunalen Entlastungsstraße (KES) Dreye notwendig. Von der Autobahn A 1 bis zum Anschluss an die bereits im Jahre 1998 freigegebenen Abschnitte der KES Dreye werden ab heute durchgehend jeweils zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen. “Mit diesem Fahrbahnquerschnitt können die prognostizierten Verkehrsmengen in Zukunft leistungsfähig bewältigt und damit Staus und unnötiger Schadstoffausstoß vermieden werden“, freut sich Baustaatsrat Golasowski über den erwarteten Gewinn durch die neue Straße.

Ihre besondere Freude brachten beide Politiker darüber zum Ausdruck, dass bei der baulichen Umsetzung 3 Millionen Euro eingespart werden konnten. Die Erklärung dazu lieferte die stellvertretende Projektleiterin des Amtes für Straßen und Verkehr, Gabriele Schulenburg: “Nachdem der Baubeginn im August 2008 gesichert feststand, haben wir aufgrund der bevorstehenden Winterperiode das Baukonzept so umgestellt, dass auf eine kostenintensive Baugrundverbesserung mit Bohrpfählen verzichtet werden konnte. Stattdessen haben wir ein Verfahren gewählt, in dem mittels Auflast durch 21.000 Kubikmeter Sand der darunter liegende Baugrund verdichtet wurde. Die zur Verfügung stehende Winterzeit 2008/2009 hat diese Möglichkeit eröffnet“.
Auch die Bauzeit konnte trotz des lang anhaltenden Winters eingehalten werden, was auch auf die sehr gute länderübergreifende Zusammenarbeit zurückzuführen ist.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Projekt auf rund 7,4 Millionen Euro. Darin enthalten sind die Kosten für Planung, Grunderwerb, Kompensationsmaßnahmen und Bau.
“Auf diese Investition in unsere Verkehrsinfrastruktur haben viele Menschen seit langem gewartet“ stellte der Weyher Bürgermeister Frank Lemmermann klar. “Die verbesserte Leistungsfähigkeit dieser länderübergreifenden Verkehrsanbindung kommt der Bevölkerung, den Unternehmen und der Natur gleichermaßen zu gute“.

Die Maßnahme im Einzelnen:

Die neue Verbindung zwischen dem Knotenpunkt Arster Heerstraße/Arster Hemm und der ehemaligen Einmündung Zeppelinstraße/KES Dreye erfolgte als kompletter Neubau. Insgesamt
erstreckt sich der Straßenneubau länderübergreifend auf einer Länge von rund 1.000 m.
Auf bremischem Gebiet wurden die Einmündungen Arster Hemm und Arster Heerstraße zu einem vierarmigen Knotenpunkt (Kreuzung) zusammengefasst, der durch Ampeln signalisiert wird. Um dies zu ermöglichen, wurde der Anschluss der Arster Heerstraße an den BAB-Zubringer in nördlicher Richtung zu der Einmündung Arster Hemm verlegt. Ein ebenfalls vierarmiger signalisierter Knotenpunkt entstand im Schnittpunkt der KES Dreye mit der Zeppelinstraße. Auf die Bedürfnisse von Fußgängern und Radfahrern wurde bei der Neuplanung besonderer Wert gelegt. So wurde zwischen den Knotenpunkten Arster Heerstraße/Zeppelinstraße auf der Westseite der Hauptstrecke ein 2,75 m breiter gemeinsamer Geh- und Radweg vorgesehen, ergänzt um eine gleich breite, ca. 100 m lange „Eckverbindung“ zwischen Arster Heerstraße und dem vorgenannten Geh-und Radweg entlang der KES Dreye. Auf der Ostseite der Hauptstrecke verbindet ein ebenfalls 2,75 m breiter gemeinsamer Geh- und Radweg den Knotenpunkt Arster Heerstraße/Arster Hemm mit der verbleibenden Dreyer Straße.

An der Arster Heerstraße und der Straße Arster Hemm wurden die im Anschlussquerschnitt vorhandenen Geh- und Radwege der neuen Lage der Fahrbahnen angepasst.
Bedingt durch den teilweise nicht tragfähigen Baugrund wurden im Bereich der neuen Verkehrsflächen und zur Herstellung von Regenklärbecken umfangreiche Bodenverbesserungen notwendig. Im Wesentlichen wurde die Bodenverbesserung durch zusätzliche Auflasten aus ca. 21.000 Kubikmeter Sand erreicht. Durch deren zusätzliches Gewicht wurde die Konsolidierung (Setzung) des darunter liegenden Baugrundes beschleunigt. Der als Auflast dienende Sand wurde nach dem Abklingen der Setzungen für den Straßenbau verwendet.

Um die verkehrsbedingten Eingriffe in den landschaftlichen Haushalt gewinnbringend zu kompensieren, werden u.a. 2.600 Quadratmeter naturnahe Feldgehölze als Lebensraum für gefährdete Vogelarten, ca. 3.600 m2 Flutrasen als Biotopfläche angelegt und eine Vielzahl von großkronigen Laubbäumen gepflanzt.