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Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz

Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung in Bremen

30.10.2018

Zur Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung werden einige Projekte, die im letzten Jahr gefördert wurden, auch in 2019 gefördert. Damit soll die Nachhaltigkeit der Projekte gesichert werden. Das hat die Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz in ihrer heutigen Sitzung (30. Oktober 2018) beschlossen. Für die Umsetzung der Projekte stehen jährlich 1,24 Millionen Euro zur Verfügung.

Zu den Projekten gehören:

  • eine sektor-übergreifende Versorgung im Bremer Osten,
  • ein von Genesungsbegleiterinnen und Genesungsbegleitern geführtes Nachtcafé in Bremerhaven,
  • das Nachtcafé Nachtwerk Bremen,
  • KIT-Krisenangebot zu Zeiten, in denen der zentrale Krisendienst nicht tätig ist,
  • Übergänge gestalten - Angebot für Adoleszente (Personen zwischen 16 – 24), die aufgrund ihrer besonderen Situation weder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, noch in der Erwachsenenpsychiatrie adäquat versorgt werden können,
  • Stärkung des Recovery-Ansatzes durch die Einbindung von Genesungsbegleiter/innen im Bereich Suchtmittel,
  • Beratung und Intervention bei exzessivem Mediengebrauch,
  • Psychoedukation zur Stärkung der Emotionskontrolle für Menschen mit Abhängigkeitserkrankung.

Nachdem in 2018 die Einführung eines Beschwerde- und Fürsprache-Wesens in zwei Bremer Stadtregionen und in Bremerhaven gefördert wurde, soll dieses Angebot 2019 ausgebaut und verstetigt werden.

Zu folgenden Themen können neue Zuwendungsanträge eingereicht werden:

  • Einführung der von der Begleitgruppe Psychiatrie erarbeiteten Qualitätsindikatoren zur Überprüfung der Entwicklung der psychiatrischen Versorgung im Lande Bremen.
  • Machbarkeitsstudie zur Umsetzung eines Druckraumes (medizinisch begleiteter Konsum von Heroin) in Bremen im Zusammenhang mit dem Sicherheitskonzept Hauptbahnhof.
  • Aufbau eines web-basierten Informationssystems zu Versorgungsangeboten in der Psychiatrie.

Nach dem Bürgerschaftsbeschluss vom 13.03.2013 soll ein Konzept zur Weiterentwicklung der Psychiatriereform erarbeitet werden. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Gemeindepsychiatrische Verbünde sowie die Einbeziehung von Patientinnen und Patienten und Angehörigen mit dem Ziel einer Verbesserung der psychiatrischen Versorgung und für die Evaluation der Weiterentwicklung der Psychiatriereform.