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Der Senator für Kultur

„Würdige Form des Erinnerns und der Mahnung“

19.03.2009

Bürgermeister Böhrnsen übergab Mahnmal in Aumund

Der Senator für Kultur, Bürgermeister Jens Böhrnsen, hat am vergangenen Freitag, 13. März, ein neues Mahnmal an der Aumunder Kirche in Bremen-Nord seiner Bestimmung übergeben. Das Kunstwerk von Clarissa Dietrich erinnert an die Deportation und Ermordung von 38 jüdischen Mitbürgern, die in der Nacht zum 9. November 1938 Opfer der Nationalsozialisten wurden. Damals war die Synagoge am heutigen Jacob-Wolff-Platz durch Nazis zerstört worden.


Das Mahnmal an der Aumunder Kirche, gestaltet von der Bremer Künstlerin Clarissa Dietrich

Das Mahnmal an der Aumunder Kirche, gestaltet von der Bremer Künstlerin Clarissa Dietrich


„Dieses Kunstwerk erinnert daran, dass der nationalsozialistische Terror sich mitten unter uns abgespielt hat“, betonte Bürgermeister Böhrnsen. Die Arbeit der Bremer Künstlerin Clarissa Dietrich hat die Form dreier in den Boden gerammter Bronze-Splitter. Die Skulptur nimmt damit die Gestaltung der Gedenktafel auf, die seit 1978 an dieser Stelle an die Geschehnisse von 1938 erinnert, und verweist auf diese. „Das neue Kunstwerk ist eine angemessene, würdige Form des Erinnerns und der Mahnung. Nie wieder dürfen wir es zulassen, dass Menschen auf Grund ihres Glaubens, ihrer ethnischen Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer politischen Meinung diskriminiert werden. Daran erinnert uns diese Skulptur auf eindrucksvolle Weise“, so Bürgermeister Böhrnsen. Auf einer weiteren Tafel sind zudem die Namen der damals Deportierten angebracht.


Bürgermeister Jens Böhrnsen übergibt gemeinsam mit der Künstlerin Clarissa Dietrich das Mahnmal seiner Bestimmung

Bürgermeister Jens Böhrnsen übergibt gemeinsam mit der Künstlerin Clarissa Dietrich das Mahnmal seiner Bestimmung


Der Jacob-Wolff-Platz an der Aumunder Kirche wird im Rahmen einer Patenschaft von Schülerinnen und Schülern der Schule an der Gerhard-Rohlfs-Straße gepflegt. Bürgermeister Böhrnsen: „Diese praktische Arbeit gegen das Vergessen, gegen Rassismus und Diskriminierung ist für mich vorbildlich.“


[Foto: Felix Dietrich]