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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Bremen macht sich auf den Weg zur EXPO 2010

28.10.2008

Bremen kann sich an der Weltausstellung 2010 beteiligen. Die Voraussetzungen hierfür hat der Senat heute (28.10.2008) mit einem Grundsatzbeschluss geschaffen. Die Weltausstellung in Shanghai findet vom 1. Mai bis 31. Oktober 2010 statt und steht unter dem zentralen Thema „Better City - Better Life“. Federführend für den Auftritt ist der Senator für Wirtdschaft und Häfen, der seinerseits Bremen Marketing mit der Planung und Realiserung des EXPO-Auftritts beauftragt hat.


Bremen wird sich in der sogenannten Urban Best Practices Area (UBPA) präsentieren. Es handelt sich dabei um ein 15 ha großes ehemaliges Fabrikgelände mit umgewidmeten Produktionshallen, Freiflächen für Neubauten sowie dem größten Themenpavillion der gesamten EXPO 2010.

Hier sollen richtingsweisende Zukunftsprojekte von ausgewählten Städten aus aller Welt präsentiert werden.

Bremen hat sich mit dem Projekt Car-Sharing erfolgreich beworben. Hintergrund des Vorschlags war eine internationale Auszeichung der OECD, die das durch den Umweltsenator und die EU geförderte Gemeinschaftsangebot „Bremer Karte plus AutoCard für Car-Sharing“ von StadtAuto/cambio, der BSAG und des Umweltsenators als Beispiel für umweltfreundliche Mobilität erhalten hatte. Die innovative Dienstleistung des Car-Sharing ist für viele Städte dieser Welt von besonderem Interesse, um den wachsenden Mobilitätsbedürfnissen auf der begrenzten Fläche der Städte begegnen zu können. Bremen ist mit der von StadtAuto / cambio angebotenen Car-Sharing-Dienstleistung international bekannt und vielfach international ausgezeichnet worden. In Bremen sind mittlerweile fast 1000 Autos durch die Nutzung von Car-Sharing ersetzt worden - ohne die Mobilität einzuschränken. Dieses hat große Vorbildfunktion gerade für die hoch verdichteten Megastädte der Welt, zumal auch ein Klimaschutz- und Luftreinhalteeffekt mit dem Car-Sharing einher geht.


Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, den innovativen Wirtschafts-, Wissenschafts- und Technologiestandort Bremen in China an Schlüsselthemen nachhaltig zu präsentieren. Die Konzeption ist von vornherein auf eine Offenheit für Partner und weitere Themen angelegt. Die Bremer Wirtschaft und die wissenschaftlichen Einrichtungen, aber auch ausgewählte Kulturbotschafter Bremens werden einbezogen. Zur Attraktivitätssteigerung und hinsichtlich touristischer Effekte werden die in China sehr bekannten Bremer Stadtmusikanten als wesentliches Element in die Konzeption eingebunden.


Bremen wird sich auf einem rund 500 qm großen Stand an prominenter Stelle präsentieren. Das Bremer Standkonzept, das federführend von Professor Roland Lambrette von der Hoschschule für Künste Bremen entworfen worden ist, sieht ein Modell einer Stadt vor, das durch Projektionen, Licht und Medien in verschiedenen Formen zum Leben gebracht wird. Car-Sharing ist ein thematischer Leitfaden durch die Ausstellung mit weiteren Verknüpfungen zum Thema urbane Mobilität. Der Weg durch die Stadt führt von der Landseite über urbanes Leben zur „Waterfront“ und zeigt Facetten einer lebenswerten Stadt. Unterschiedlich gestaffelte Beteiligungspakete bieten optimale Repräsentationsflächen für Firmen und Institutionen.


Der Senator für Wirtschaft und Häfen, Ralf Nagel: „China ist ein Schwerpunktland für den internationalen Hafen- und Außenwirtschaftsstandort Bremen. Über 200 Bremer Unternehmen unterhalten heute intensive Handelskontakte mit China. Mehr als 100 chinesische Unternehmen haben mittlerweile ihren Sitz in Bremen, vorwiegend kleine und mittelständische Handelsunternehmen. Die seit langem bestehenden Verbindungen nach China können auf der EXPO gemeinsam mit Unternehmen und Institutionen weiter vertieft und ausgebaut werden. Die Beteiligung an der EXPO 2010 bietet Bremen die Chance, sich ein halbes Jahr lang in China als innovativer Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturstandstandort mit hoher urbaner Lebensqualität und zukunftsorientierten Lösungsmodellen zu präsentieren.

Die Kosten zur Realisierung der Bremen-Präsentation belaufen sich geschätzt auf rund 3,4 Mio. Euro. Diese Kostenschätzung beinhaltet die Planung und den Bau sowie den Betrieb des Bremen-Standes für die Dauer der EXPO. Zur Finanzierung wird sich Bremen mit einem Betrag in Höhe von 0,7 Mio. Euro beteiligen. Ferner wird sich die Jacobs University Bremen mit einem Beitrag in Höhe von 0,3 Mio. Euro beteiligen. Die Jacobs University hat sich aufgrund ihres Interesses an der chinesischen Wissenschaftslandschaft und an chinesischen Studenten von Beginn an maßgeblich als Partner an dem Projekt beteiligt.

Weitere mindestens 2,4 Mio. Euro werden durch Partner- und Sponsorenbeiträge sowie die Vermietung des Standes eingeworben. Erfolgversprechende Gespräche mit potentiellen Partnern und Sponsoren sind aufgenommen worden.