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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Depressionen - Regionale Daten und Informationen zu einer Volkskrankheit

16.10.2008

Gesundheitssenatorin legt ausführlichen Bericht vor

Rund 13% der Bremerinnen und Bremen leiden an Depressionen. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Das stellt ein Bericht der Senatorin für Gesundheit zum Thema Depression fest. Der Bericht zeigt außerdem, dass Depressionen in den letzten Jahren gehäuft aufgetreten sind: die Anzahl der Krankschreibungen und auch die Dauer der Arbeitsunfähigkeit sind gestiegen; bei der Verordnung von Antidepressiva sind starke Zuwächse zu verzeichnen; die Behandlungen mit der Diagnose Depression zeigen deutliche Steigerungen: im niedergelassenen Bereich zwischen 2001 und 2007 um 25%, im stationären Bereich um 63%.


Depressionen beeinträchtigen die Betroffenen meist auf allen Ebenen ihrer Persönlichkeit. Depressive Menschen verlieren Freude und Interesse am Leben, an ihrer Arbeit, an Freizeitaktivitäten, an menschlichen Kontakten, sie erleben eine Leere an Gefühlen und tiefe, quälende Sinn- und Hoffnungslosigkeit. Dazu kommen oftmals körperliche Veränderungen, wie motorische Verlangsamung, Konzentrations- und Denkstörungen, Schlafstörungen, Libidoverlust oder Schmerzzustände.


Depressionen gelten heutzutage als gut behandelbar. Der Bericht zeigt aber, dass ein großer Teil der als depressiv Diagnostizierten leider gar nicht behandelt wird. Bei den Behandlungen überwiegen trotz fachlicher Empfehlung zur nachhaltig wirksamen Psychotherapie medikamentöse Therapien, die häufig schneller und kostengünstiger sind.


Der Bericht macht außerdem deutlich, dass das Land Bremen im allgemeinen über gute Versorgungsstrukturen für psychisch Kranke verfügt. Defizite bestehen noch bei der Versorgung in sozial benachteiligten Stadtteilen.


Dem Problem ‚Depressionen’ wird gesundheitspolitisch auf verschiedenen Ebenen entgegengewirkt. Die Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales wird hierzu mit dem „Bremer Bündnis gegen Depression“ - einem Netzwerk von Haus- und Fachärzten, Psychotherapeuten, Kliniken - kooperieren. Die laufenden Veranstaltungen des Bündnisses in Bremen sind unter der Internetadresse www.buendnis-depression.deExternes Angebot oder bei der Geschäftsstelle unter der Telefonnummer 0421-277 2001 zu erfahren.


Der Bericht ist erhältlich bei der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales unter der Telefonnummer 0421-361 4804. Eine Kurzversion ist im Internet verfügbar unter der Adresse der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales (Rubrik Gesundheit, Referat Gesundheitsplanung, Psychiatrie und Suchtkrankenhilfe): www.soziales.bremen.de