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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter gratuliert VAJA

20.06.2008

Bremer Verein zur Förderung akzeptierender Jugendarbeit e.V erhält den diesjährigen Kinder- und Jugendhilfepreis

Für seine aufsuchende Arbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen in Bremen erhält der Verein zur Förderung akzeptierender Jugendarbeit e.V. (VAJA) den mit 4000 Euro dotierten Hermine-Albers-Preis. Der Preis wird von der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) auf dem in diesem Jahr in Essen stattfindenden 13. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag verliehenen.

Mit der Auszeichnung wird das Engagement des 1992 gegründeten Vereins in der Kategorie „Praxispreis der Kinder- und Jugendhilfe“ gewürdigt. Ausgezeichnet werden dabei innovative und impulsverleihende Modelle, Konzepte oder Strategien. Der diesjährige Preis hat den Schwerpunkt „Jugendliche mit rechtsextremer Ausrichtung – eine Herausforderung für die Praxis“.

Sozialsenatorin Rosenkötter: „Ich möchte dem Verein VAJA ganz herzlich zu dieser Auszeichnung gratulieren. Die Auszeichnung macht deutlich, dass immer wieder neue Wege gefunden und beschritten werden müssen, um rechtsorientierte Jugendliche zu überzeugen, in die Mitte der Gesellschaft zurückzukehren. Ein solch wichtiges Engagement verdient zu Recht öffentliche Anerkennung.“

Den bundesweit angesehenen Preis erhält VAJA für sein selbst entwickeltes Konzept der Distanz(ierung) durch Integration. Kern des Konzeptes ist die Reintegration rechtsextrem orientierter Jugendlicher in die gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhänge ihres jeweiligen Stadtteils. Dahinter steht der Gedanke, dass Jugendliche, die in Beruf oder Schule, in Familie oder Freundeskreis gut integriert sind, weniger zu menschenfeindlichen oder rechtsextremen Haltungen neigen. Um gefährdete Jugendliche zu erreichen, suchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins die Jugendlichen unter anderem an ihren Treffpunkten auf, um bereits vor Ort mit ihnen zu arbeiten.

Entstanden ist das Konzept in enger Kooperation mit Prof. Kurt Möller von der Hochschule Esslingen.