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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Bremen Produktiv und Integrativ

28.02.2008

Programm zur Beschäftigungsförderung in der Arbeitsdeputation beschlossen

„Mit unserem neuen Arbeitsmarktprogramm stellen wir die Beschäftigungsförderung in Bremen und Bremerhaven auf neue Beine.“ Das sagte heute Arbeitssenatorin Ingelore Rosenkötter bei der Sitzung der Arbeitsdeputation. Mit „Bremen Produktiv und Integrativ“ wird die Beschäftigungsförderung auf die einzelnen Stadtteile ausgerichtet und trägt zur Bekämpfung von Armut und zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts bei.

Langzeitarbeitslose Bremerinnen und Bremer erhalten durch das Programm Gelegenheit zu einer geförderten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung über zwei bis drei Jahre. „Es ist uns wichtig, dass wir gerade Menschen, die ganz wenig Chancen im ersten Arbeitsmarkt haben, eine längerfristige Perspektive bieten können. Gleichzeitig wird damit gesellschaftlich wichtige Arbeit in den benachteiligten Stadtteilen geleistet“, so Ingelore Rosenkötter.

Trotz aller Sparzwänge und rückläufiger EU-Mittel hat das Arbeitsressort 13 Mio. € für dieses Programm vorgesehen. Kernstück ist das neue Instrument „Beschäftigungszuschuss“, das der BAgIS zur Verfügung steht. Mit ESF-Mitteln kann dieses Instrument um bis zu 25% aufgestockt werden. Bremen und Bremerhaven gehören damit zu den bisher wenigen Kommunen in Deutschland, die diesen Weg des Ausbau des sozialen Arbeitsmarktes schon beschreiten.

Ein solches Programm ist ohne Partner nicht umzusetzen. Sehr eng kooperiert wird daher mit den beiden Arbeitsgemeinschaften, der BAgIS und der Arge Jobcenter Bremerhaven. Sie verantworten im Rahmen ihrer jeweiligen Jahresplanungen, wie viele Plätze im zweiten Arbeitsmarkt geschaffen werden und welche Langzeitarbeitslose auf diese Plätzen zugewiesen werden. Mit dem vorgelegten Programm ist eine sinnvolle Ergänzung zwischen den Programmen der Arbeitsgemeinschaften und des Landes gelungen.

Das neue Landesprogramm „Bremen Produktiv und Integrativ“ wird durch die konkreten Angebote von leistungsfähigen arbeitsmarktpolitischen Dienstleistern mit Leben gefüllt. Diese werden in engster Abstimmung mit den örtlichen Partnern realisiert werden. Eine besondere Rolle spielt dabei die Einbindung der Quartiersmanager. „Wir können mit dem neuen Landesprogramm zum einen auf bewährte Strukturen der Arbeitsmarktpolitik aufbauen. Zum anderen nutzen wir unsere Erfahrungen aus dem Programm „Wohnen in Nachbarschaften (Win) und Soziale Stadt“, so die Arbeitssenatorin.