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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Unterkunft für weibliche Geflüchtete zieht um - 15 zusätzliche Plätze

31.10.2016
v.l.: Peter Nowack, Ortsamtsleiter Blumenthal, Mageda Abou-Khalil, ASB, Senatorin Anja Stahmann und Einrichtungsleiterin Andrea Hoyng (ASB), jpg, 50.6 KB
v.l.: Peter Nowack, Ortsamtsleiter Blumenthal, Mageda Abou-Khalil, ASB, Senatorin Anja Stahmann und Einrichtungsleiterin Andrea Hoyng (ASB)

Das Übergangswohnheim für Frauen wird vom Bremer Osten in den Bremer Norden verlegt. Das gesamte Betreuungsteam und der Großteil der besonders belasteten Frauen wechselt mit nach Blumenthal, wo die neue Unterkunft künftig Platz für 70 Personen bietet, in Osterholz gibt es bislang nur 55 Betten. Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport, hat die Einrichtung heute (Montag, 31. Oktober) an den Träger ASB übergeben. "Die besonderen Fluchterfahrungen allein geflohener Frauen machen es manchmal nötig, ihnen einen besonderen Schutzraum zu bieten", sagte sie. Aus diesem Grund sei bereits vor rund zwei Jahren begonnen worden, das ehemalige Schwesternwohnheim und Verwaltungsgebäude auf dem Gelände des Klinikums Bremen Ost nur mit Frauen und jüngeren Kindern zu belegen. Es hatte im März 2014 den Betrieb als Unterkunft für Geflüchtete aufgenommen, anfangs noch für Frauen und Männer. Diese Nutzung läuft jetzt aus, das Klinikum Bremen Ost hat um Rückgabe des Gebäudes gebeten.

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Die Einrichtung verfügt über Gemeinschaftsküchen und gemeinschaftliche Sanitäranlagen, die Frauen werden nicht zentral verpflegt, sondern kochen selber. Inklusive Dachgeschoss stehen drei Wohnetagen mit insgesamt 60 Zimmern zur Verfügung. Die einzelnen Zimmer eignen sich für eine bis zwei Personen. Die Betreuung der Flüchtlinge übernehmen Fachkräfte vom Arbeiter Samariter Bund, während der Nacht und an den Wochenenden sind Ansprechpartner vor Ort, sodass eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung sichergestellt ist. "Durch den gemeinsamen Wechsel der Bewohnerinnen mit dem gesamten bereits vertrauten Team können wir den Frauen und ihren Kindern Kontinuität und Sicherheit geben", sagte Senatorin Stahmann.

Bei Bedarf können Frauen in der Unterkunft Unterstützung aus der Familienhilfe bekommen, durch die Psychiatrie oder Traumatherapie. Zudem werden Veranstaltungen zu frauenspezifischen Themen veranstaltet.

Die Zahl der monatlich in Bremen aufgenommenen Flüchtlinge bewegt sich seit Mai etwa auf dem Niveau des Jahres 2014. Im gesamten Jahr 2016 sind dem Bundesland bislang knapp 2.900 Flüchtlinge zugewiesen worden. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 waren es bis Ende Oktober 1.660, im Ausnahme-Jahr 2015 waren es bis Ende Oktober 7.136. Der Anteil an Frauen liegt erfahrungsgemäß bei etwa einem Drittel der Geflüchteten, davon ist jede fünfte allein oder mit ihren Kindern in Bremen angekommen.

Fotos: Pressereferat der Senatorin