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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

"Gemüsewerft Dock II" – Urban Farming in der Überseestadt

12.07.2016

Das sozial-integrative Urban Farming-Projekt Gemüsewerft der gemeinnützigen Gesellschaft für integrative Beschäftigung mbH erzeugt inmitten der Großstadt Gemüse, Kräuter und Obst. Seit Juni dieses Jahres wird die innerstädtische Anbaufläche der Gemüsewerft um das 2.600 Quadratmeter große Gelände in der Bremer Überseestadt ergänzt. "Gemüsewerft Dock II" ist eines der Projekte von "BioStadt Bremen" des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr. Senator Dr. Joachim Lohse ist begeistert: "Es ist toll, was auf diesem Grundstück in so kurzer Zeit entstanden ist. Dieses Projekt ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie nachhaltiges Gärtnern in der Stadt erfolgreich und für viele erlebbar werden kann, obwohl die Fläche sehr begrenzt ist".

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Senator Joachim Lohse (r.) zu Besuch auf der Gemüsewerft gemeinsam mit Michael Scheer, Geschäftsführer der GiB und Iris Geber, Abteilungsleiterin Unternehmensservice und Vertrieb, WFB

Auf der ehemaligen Industriebrache südlich des Europahafenbeckens werden in Hochbeeten Kürbisse, Zucchini, Karotten, Kartoffeln, Bohnen und Erbsen nach den Prinzipien des ökologischen und biologischen Landbaus erzeugt. Die umweltschonenden Produkte werden in der betriebsinternen Gastronomie, dem café brand, und weiteren Bremer Gastronomien, wie beispielsweise dem Canova in der Kunsthalle, zur Herstellung von Speisen weiter verarbeitet. Als weitere Besonderheit produziert die Gemüsewerft die derzeit wohl beliebtesten Craft Bier-Aromahopfensorten Cascade, Centennial und Chinook für die Bremer Braumanufaktur.

Urban hergestellte Lebensmittel mit dem Ziel der innerstädtischen Selbstversorgung und der (Teil-)Abdeckung des lokalen Nahrungsbedarfs sind ein ehrgeiziges Unterfangen und bundesweit bislang kaum zu finden. Die Gemüsewerft verfolgt das Ziel, 'stadtwirtschaftliche' Erzeugnisse direkt am Verbrauchsort herzustellen und so einen relevanten Beitrag zur städtischen Subsistenzwirtschaft beizutragen. Michael Scheer, Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft für integrative Beschäftigung mbH ist stolz auf diese Entwicklung. Für ihn ist das "Urban Farming" in der Überseestadt immer schon ein großes Ziel gewesen: "Ich freue mich sehr über die tolle Unterstützung, die ich bei der Suche nach einer neuen Fläche seitens des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr und der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH erhalten habe." – "Auf diesem Stück Erde in einem sich stark entwickelnden Stadtteil Bremens wollen wir mit unserem Konzept des "Gärtnerns in der City" ein vielfältiges nachhaltiges Angebot an City-Gemüse und Kräutern für die Bremer Gastronomie anbauen" so Scheer weiter.

Auf der Facebook-Seite der "Gemüsewerft" werden regelmäßig Neuigkeiten rund um das Projekt zu lesen sein.

Foto: Pressestelle, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr