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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Senator Kastendiek: Bremische Häfen jagen von Rekord zu Rekord

18.12.2006

Rund 20 Prozent Umschlagswachstum - Erstmals mehr als 4 Millionen Container

Die Bremischen Häfen haben nach Ansicht von Wirtschafts- und Häfensenator Jörg Kastendiek in 2006 einen „sensationellen Boom“ erlebt. „Die Bremischen Häfen jagen in atemberaubendem Tempo von Rekord zu Rekord“, sagte der Senator heute (18.12.2006) auf der Jahresbilanz der Häfen vor der Landespressekonferenz in Bremen. „Nach den hervorragenden Zuwächsen im Containerumschlag von 14,4 % im ersten Quartal und einer weiteren Steigerung auf 15,1 % für das erste Halbjahr hätte ich nicht zu träumen gewagt, dass wir am Jahresende tatsächlich auf ein Plus von sage und schreibe 20 % zurückblicken können.“

Damit hätten die Häfen von Bremen und Bremerhaven beim Containerumschlag erstmals die 4-Millionen-Grenze bei den Standardcontainern (TEU) durchbrochen. Nach den Hochrechnungen anhand der Ergebnisse von Januar bis Oktober des zu Ende gehenden Jahres werde mit knapp 4,5 Millionen umgeschlagenen Standardcontainern für das Gesamtjahr gerechnet. „Damit haben wir die Konkurrenten in der so genannten Nordrange zwischen Antwerpen und Hamburg beim Zuwachs deutlich abgehängt

Beim Gesamtumschlag sei ein Zuwachs von rund 19,7 % auf 65 Millionen Tonnen zu verzeichnen gewesen. „Das ist ein nie da gewesener Wert“, so Kastendiek. Der Boom habe sowohl den Stückgutumschlag (+20,0 %) als auch die Massengüter (+18,6 %) erfasst. Auch im beschäftigungsintensiven Automobilumschlag habe es 2006 einen erheblichen Zuwachs von 15 % und im Vergleich zu 1996 eine Verdopplung der Umschlagszahlen gegeben.

Nach Einschätzung von Senator Kastendiek haben die Häfen in Bremen und Bremerhaven vor allem von der zunehmenden internationalen Arbeitsteilung, der guten Weltkonjunktur und der zentralen Lage in der Nord-Range zwischen Antwerpen, Rotterdam und Hamburg profitiert. Auch die Neuordnung der Liniendienste von Maersk und die stärkere Ausrichtung MSC auf Bremerhaven hätten sich positiv ausgewirkt. „Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, das Bremen und Bremerhaven starke Hafen- und Logistikstandorte sind“, so Kastendiek.

„Die Wachstumszahlen strafen die Pessimisten Lügen und zeigen, dass unsere voraus schauende und umfangreichen Investitionen in die Hafeninfrastruktur richtig waren und sind.“ Mit dem Bau des Containerterminals 4, der Kaiserschleuse, der Verfüllung des Osthafens und dem Jade-Weser-Port habe Bremen rechtzeitig die Weichen für neue Wachstumschancen gestellt. „Ohne diese Investitionen von rund 140 Millionen Euro in 2006 wäre die Schaffung von hunderten Arbeitsplätzen in Hafen- und Logistikunternehmen ausgeblieben.“ Bremen werde weiterhin in die Hafeninfrastruktur investieren, damit der Standort vom Wachstum des internationalen Schiffsverkehrs profitiere.