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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Bremische Häfen glänzen bei Containern und klassischem Stückgut

31.10.2005

Boxenumschlag steigt in den ersten drei Quartalen 2005 um 9,3 Prozent – Versand von Seegütern nimmt deutlich stärker zu als Empfang

In den bremischen Häfen zeigt die Kurve der Umschlagsentwicklung weiterhin nach oben: In den ersten drei Quartalen des Jahres stieg der Gesamtumschlag an den Kajen des Zwei-Städte-Staates auf 40,130 Millionen Tonnen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2004 (38,364 Millionen Tonnen) war dies ein Plus von 4,6 Prozent.


Die Umschlagsbetriebe in Bremerhaven brachten es auf insgesamt 30,442 (erste drei Quartale 2004: 28,129) Millionen Tonnen. Dies entsprach einem Plus von 8,2 Prozent. Dem stand an den Terminals in Bremen-Stadt ein Rückgang von 10,235 auf 9,688 Millionen Tonnen gegenüber (minus 5,3 Prozent).


Der Empfang von Seegütern erreichte in der Häfengruppe Bremen/Bremerhaven 21,012 (20,716) Millionen Tonnen und stieg moderat um 1,4 Prozent. Deutlich stärker war die Dynamik beim Versand, der von 17,648 auf 19,118 Millionen Tonnen zulegte (plus 8,3 Prozent). Hier wirkte sich die Exportstärke der deutschen Wirtschaft aus.


„Insgesamt“, so Wirtschafts- und Häfensenator Jörg Kastendiek, „können wir mit der aktuellen Umschlagsentwicklung im zweitgrößten deutschen Hafenzentrum zufrieden sein.“ Der Senator freute sich über das starke Wachstum bei Containern und konventioneller Stückgutladung. In den ersten neun Monaten des Jahres 2005 wurden insgesamt 2.755.645 Boxen (TEU) umgeschlagen. Das entsprach einer Zunahme von rund 230.000 TEU bzw. 9,3 Prozent.


„Eine Abschwächung des Container-Booms ist derzeit nicht erkennbar“, sagte Kastendiek. „Das Wachstum liegt weiterhin deutlich über den Prognosewerten, die wir für den aktuellen Ausbau des Bremerhavener Container-Terminals zugrunde gelegt haben.“ Für das kommende Jahr erwartet der Senator in diesem Bereich erneut eine Steigerung des Umschlags von etwa 10 Prozent.


Erhebliche Dynamik prägte in den ersten drei Quartalen 2005 auch den Umschlag des konventionellen, also nicht in Containern gestauten Stückguts. Er wuchs von 5,101 auf 5,693 Millionen Tonnen (plus 11,6 Prozent).


An dieser Entwicklung waren nicht nur die Auto-Terminals in Bremerhaven beteiligt, sondern auch die Anlagen in Bremen-Stadt, die den Umschlag von Waldprodukten von 691.000 auf 927.000 Tonnen steigerten – ein überdurchschnittlich hohes Plus von 34,2 Prozent. Beim Fruchtumschlag (Empfang) lag das Wachstum bei 3,0 Prozent, während Eisen- und Stahlprodukte einen Rückgang von 5,3 Prozent verzeichneten.


Uneinheitlich war von Januar bis September die Entwicklung beim Massengut, das fast ausschließlich in Bremen-Stadt umgeschlagen wird. Beim flüssigen Massengut stieg der Umschlag gegenüber dem Vergleichszeitraum von 1,448 auf 1,613 Millionen Tonnen (plus 11,4 Prozent). Dagegen gab es beim trockenen Massengut einen Rückgang von 6,377 auf 5,385 Millionen Tonnen (minus 15,6 Prozent).