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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Containerumschlag in zwei Jahren mehr als verdoppelt

30.12.2002

EU-Beitrittsland Polen wird für die Hafengruppe Bremen/Bremerhaven immer wichtiger – Stückgut drängt Massengut in den Hintergrund

Auf dem Weg zur Mitgliedschaft in der Europäischen Union wird die Republik Polen für die Hafengruppe Bremen/Bremerhaven immer wichtiger. Wie der Senator für Wirtschaft und Häfen am Montag (30.12.2002) mitteilte, stieg der Umschlag von Seegütern aus und für Polen in den Zwillingshäfen an der Weser im Jahre 2001 auf 1,6 Millionen Tonnen. Für 2002 liegen noch keine Zahlen vor.

Seit 1999, als im Land Bremen 1,14 Millionen Tonnen Polen-Ladung umgeschlagen worden waren, erhöhte sich das Volumen um etwa 37 Prozent. Hatte beim Seegüterverkehr mit Polen in den bremischen Häfen vor drei Jahren noch das Massengut dominiert, ist inzwischen das Stückgut in den Mittelpunkt gerückt, dessen Umschlagmenge sich von 446.000 (1999) auf 947.000 Tonnen (2001) mehr als verdoppelte.

Stark gestiegen ist an der Bremerhavener Stromkaje der Umschlag von Containern aus und für Polen. Nachdem die Statistiker des Bremer Hafenressorts 1999 lediglich 40.496 Boxen (TEU) gezählt hatten, stieg diese Zahl 2001 bereits auf 81.877 TEU.

Über Bremen/Bremerhaven nahmen 2001 vor allem Containerladung, Fahrzeuge und Stahlbleche ihren Weg nach Polen. In Gegenrichtung spielten Container sowie die Massengüter Koks, Stein- und Braunkohle eine zentrale Rolle.

Als größtes mitteleuropäisches EU-Beitrittsland werde Polen seine Bedeutung für die bremischen Häfen in den kommenden Jahren weiter erhöhen, erwartet Wirtschafts- und Hafensenator Josef Hattig. Die immer engere Vernetzung des Nachbarlandes mit der Weltwirtschaft sei mit wachsenden Im- und Exporten verbunden – und die wirken sich schon heute positiv auf die Häfen in Bremen und Bremerhaven aus.