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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Bremerhaven wird Sitz des Bundesinstituts für Fischereiökologie

09.09.2002

Bundesverbraucherministerin Renate Künast hatte Ende letzten Jahres entschieden, dass das Institut für Fischereiökologie der zu ihrem Geschäftsbereich gehörenden Bundesforschungsanstalt für Fische­rei seinen Sitz in Bremerhaven erhält. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverbraucher­ministerium, Matthias Berninger, und die Staatsrätin beim Senator für Wirtschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen, Sibylle Winther, unterzeichneten nun am 07.09.2002 in Bremen eine Verwaltungsvereinbarung, die diese Grundsatzentscheidung im Einzelnen umsetzt.

Das Institut für Fischereiökologie ist bisher an drei Standorten in Hamburg, Cuxhaven und Ahrens­burg untergebracht. Aus fachlichen und finanziellen Gründen war es erforderlich, das Institut an einem Standort zusammenzuführen und den bisherigen Hauptstandort in Hamburg-Sülldorf auf­zugeben. Damit war über die Standortfrage neu zu entscheiden. Das Angebot Bremens, dem Bund in Bremerhaven ein für seine Zwecke geeignetes Grundstück mit Anlegemöglichkeiten für Fischerei­forschungsfahrzeuge dauerhaft und unentgeltlich zu überlassen und die insbesondere für Forschungs­zwecke benötigten Süßwassermengen kostenlos zur Verfügung zu stellen, gab letztlich den Aus­schlag für diese Standortentscheidung. Der Bund hat sich im Gegenzug verpflichtet, das Grundstück zur Errichtung von Gebäuden für das Institut für Fischereiökologie zu nutzen. Bundesmittel für diese Baumaßnahmen und die Institutsausstattung sind in der mehrjährigen Finanzplanung vorgesehen; die konkrete Bauplanung wird nun zügig in Angriff genommen.

Das Bundesinstitut wird einschließlich Drittmittelpersonal ca. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Es hat die Aufgabe, die Auswirkungen natürlicher und vom Menschen verursachter Faktoren auf die Schadstoffbelastung der Fische, deren Gesundheitszustand und Reproduktionsfähig­keit, die genetische Vielfalt von Populationen sowie die ökologischen Auswirkungen der Aquakultur zu erforschen. Diese Aufgabe bietet viele Ansätze, mit anderen Forschungseinrichtungen auf dem Fischereisektor in Bremerhaven, insbesondere mit dem Alfred Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, wissenschaftlich zusammenzuarbeiten.

Durch die Ansiedlung dieses Bundesinstituts in Bremerhaven wird Bremerhaven als Forschungs­standort wesentlich gestärkt.