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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Belebung der Wirtschaft durch starkes Wachstum des Hafengeschäfts-Großinvestitionen von Norddeutscher Steingut und Alfred-Wegener-Institut

30.12.1999

Obwohl die strukturellen Probleme Bremerhavens nicht überwunden sind, sieht Wirtschafts- und Hafensenator Josef Hattig deutliche Zeichen für positive Veränderungen am Standort an der Wesermündung. "1999 gab es Entwicklungen, die für die Zukunft hoffen lassen", sagte der Senator am Donnerstag (30.12.99). Dass die Arbeitslosigkeit in der Seestadt im November – entgegen dem Bundestrend – gesunken ist, wertete Hattig als ermutigend.


Optimismus verspreche zunächst die starke Belebung des Hafengeschäfts im zu Ende gehenden Jahr, sagte der Senator. Sie war mit einem 20prozentigen Umschlagplus bei den Containern und der Schaffung neuer Arbeitsplätze im Umschlags- und Distributionsbereich verbunden.


"Der weiter wachsende Überseehandel und die gestärkte Position des Hafenstandorts Bremerhaven werden sich auch im Jahre 2000 positiv auf den Standort auswirken", ergänzte Hattig. Davon werde das Containergeschäft überproportional profitieren. Die zügige Umsetzung der Ausbaupläne (Verlängerung der Stromkaje in zwei Schritten um insgesamt drei Liegeplätze für Großcontainerschiffe) sei dringend.


Für weitere Diversifizierung der Wirtschaft

Obwohl Hafen, Verkehr und Logistik ihre herausragende Bedeutung für die Wirtschaft in der Bremerhaven Region nach Ansicht des Senators beibehalten werden, setzt er auf eine weitere Diversifizierung der Wirtschaft an der Unterweser: "Von der Ansiedlung der Fliesenproduktion der Norddeutschen Steingut im Fischereihafen, einem 100-Millionen-Projekt, wird die Wirtschaft – nicht nur die Baubranche - ebenso nachhaltig profitieren wie von der 92-Millionen-Mark-Investition, die Bund und Land ab Ende 2000

beim vorgesehenen Neubau des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung vornehmen werden."


Für vordringlich hält der Senator weitere Anstrengungen, mit denen der Technologiestandort Bremerhaven aufgewertet werden müsse. Mit der Sicherung der Grundfinanzierung für das Bremerhavener Innovations- und Gründerzentrum (BRIG) habe der Senat dazu vor kurzem eine wichtige Voraussetzung geschaffen.


Überregionale Anziehungskraft stärken

Im neuen Jahrzehnt werde es verstärkt darum gehen, die überregionale Anziehungskraft der Seestadt zu stärken, meinte Hattig. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die beschlossene Finanzierung eines Maßnahmenpakets, das die Innenstadt Bremerhavens attraktiver gestalten soll und ein Finanzvolumen von 170 Millionen Mark aufweist.


Der Senator bekräftigte gleichzeitig seine positive Einstellung zum Ocean-Park: "An Deich und Weser, an einem der attraktivsten Standorte der deutschen Nordseeküste, braucht die Seestadt ein touristisches Aushängeschild von überregionaler Bedeutung. Ich halte es für geboten, das Angebot der KanAm-Gruppe in den kommenden Wochen vorurteilsfrei zu prüfen. Ein schwieriges Projekt, dessen kritische Begleitung verständlich ist – man kann es aber auch zerreden."


Zum Jahreswechsel appellierte der Senator an die Bremerhavener, die Zukunftschancen ihrer Stadt ebenso realistisch wie optimistisch einzuschätzen: "Schaffung neuer Arbeitsplätze im Hafen, Ansiedlung der Norddeutschen Steingut AG, die Entscheidung des Senats, den Kreuzfahrt-Terminal an der Columbuskaje zu modernisieren – dies waren einige erfreuliche Nachrichten aus den vergangenen Wochen."


Der Senat, versicherte Hattig, werde die Entwicklung Bremerhavens auch in Zukunft mit hohen Finanzmitteln fördern. Unabhängig davon brauche die Stadt allerdings auch Optimismus und ein positives Seestadt-Gefühl. Beides könne sich nur von innen heraus entwickeln. Mit der "Sail 2000" erhalte die Stadt im kommenden Sommer die ausgezeichnete Chance, sich den Deutschen als lebens- und liebenswertes Zentrum an der Küste zu präsentieren.