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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Abgeschwächtes Wachstum stellt Sanierungskurs nicht in Frage!

18.02.2000

"Der Sanierungskurs ist durch die für das Jahr 1999 vorläufig festgestellte Wachstumsentwicklung nicht in Frage gestellt", betonte der Sprecher des Wirtschafts- und Häfenressorts als Reaktion auf die Bekanntgabe der vorläufigen Wachstumszahlen für die Bundesländer durch das Statistische Landesamt.

Das Statistische Landesamt gab bekannt, dass der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in 1999 einen realen Wert von 0,5% für das Land Bremen erreichte, die Wachstumsrate des Bundes aber 1,4% betrug.

"Wesentliche Schwerpunktprojekte des Investitionssonderprogramms werden erst in diesem bzw. in den nächsten Jahren umgesetzt. Die Effekte daraus werden sich deshalb erst mittelfristig voll entfalten", so der Ressortsprecher.

Die für 1999 festgestellte relativ schwache Entwicklung des Verarbeitenden Gewerbes (minus 0,1 % gegenüber plus 1,2 % im Bund) im Lande Bremen beruht darüber hinaus auch auf Sondereffekten:

Zunächst lag das industrielle Wachstum insbesondere im Exportbereich in den Jahren 1997 und 1998 so hoch (zum Teil zweistellige Wachstumsraten), dass dieses Niveau im abgelauf-enen Jahr 1999 kaum zu übertreffen war. Insofern hat sich der sogenannte Basiseffekt bemerkbar gemacht.

Im Übrigen dürfte sich der erhebliche Rückgang der Stahlproduktion von 15% auf die Wachstumszahlen ausgewirkt haben.

Hinzu kommt, dass die – vor allem im ersten Halbjahr 1999 – bundesweit zu verzeichnende Konjunkturschwäche in erster Linie auf stagnierende bis rückläufige Auslandsnachfrage zurückzuführen war. Hiervon war die überdurchschnittlich exportorientierte Bremer Wirtschaft offensichtlich im besonderen Maße betroffen.

Schließlich ist zu beachten, dass in kleinen Regionen die jährlichen Schwankungen im Wirtschaftswachstum ausgeprägter sind. Von diesem Tatbestand hat Bremen in den Jahren ´97 und ´98 profitiert. Im abgelaufenen Jahr 1999 wirkte sich dieser Umstand offenbar negativ aus.