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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Beschäftigungsimpulse durch Gewerbeflächenverkäufe in der Stadtgemeinde Bremen - Eine Bilanz der 90er-Jahre

14.12.2000

Der Bremer Ausschuß für Wirtschaftsforschung teilt mit:

"Gewerbeflächen sind nicht alles, aber ohne Gewerbeflächen ist alles nichts"


Die Erschließung und Vermarktung von Gewerbeflächen ist ein wichtiger Bestandteil der Sanierungspolitik in Bremen, da ein quantitativ wie qualitativ den Anforderungen entsprechendes Flächenangebot ein wichtiger Faktor für eine erfolgversprechende Wirtschaftsstrukturpolitik und eine notwendige Voraussetzung zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen ist. Der quantitative Nachweis der damit verbundenen Beschäftigungseffekte ist ein wichtiger Schritt zur Bewertung des regionalwirtschaftlichen und fiskalischen Nutzens der Gewerbeflächenerschließung für Bremen und in der aktuellen Diskussion um den Erfolg des Investitionssonderprogramms von entscheidender Bedeutung.


Im neuen Monatsbericht des BAW Instituts für Wirtschaftsforschung hat die Autorin Dipl.-Oec. Anke Fischer die Verkaufsstatistik städtischer Gewerbegrundstücke der 90er Jahre in Verbindung mit Beschäftigtenmeldungen von 175 angesiedelten Unternehmen auf 145 ha verkauften Grundstücken ausgewertet. Damit liegt wieder eine breite empirische Basis zur Erfolgskontrolle der Gewerbeflächenpolitik und zur Bildung von Kennziffern vor, die auch für die Einschätzung zukünftiger Wirkungen neuer Erschließungsvorhaben genutzt werden können.


Die Bilanz der Gewerbeflächenverkäufe der neunziger Jahre insgesamt liest sich wie folgt:

  • Die Stadt Bremen verkaufte insgesamt 326 ha an Gewerbeflächen.

  • Auf ihnen wurden mindestens 1,6 Mrd. DM private Investitionen getätigt.

  • Rd. 24.000 Arbeitsplätze wurden gesichert und neu geschaffen.


Die mittlere Arbeitsplatzdichte betrug 74 Arbeitsplätze je ha. Die Spannweite reicht von rd. 30 Arbeitsplätzen je ha im Grundstoff- und Produktionsgütergewerbe bis fast 200 Arbeitsplätzen je ha im Dienstleistungssektor. Die Arbeitsplatzdynamik brachte einen Zuwachs von 84 % zwischen Ansiedlungszeitpunkt und heute.Die ausgewerteten Daten belegen den positiven Einfluss der Gewerbeflächenpolitik auf den regionalen Arbeitsmarkt und die private Investitionstätigkeit. Damit bestätigt sich die


These von der Notwendigkeit und Möglichkeit, mit öffentlichen Infrastrukturinvestitionen private Investitionen zu generieren, die bereits heute die öffentlichen Erschließungskosten bei Weitem übersteigen und dadurch Dauerbeschäftigung in Bremen in großem Umfang gesichert und neu geschaffen haben.


Der Monatsbericht kann als pdf-Datei von unseren Internetseiten direkt heruntergeladen werden.