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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Senator Hattig: "Design Chance für Bremen"

24.04.2001

Die Deputation für Wirtschaft und Häfen hat heute (24.4.2001) im Wilhelm-Wagenfeld-Haus die Fortsetzung der Bremer Designförderung für die Jahre 2002 bis 2004 beschlossen. Für die kommenden drei Jahre stellen das Wirtschaftsressort und das Wissenschaftsressort insgesamt knapp 6 Mio. DM bereit, um den Designstandort Bremen zu stärken und weiter zu entwickeln.

Das 1998 attraktiv restaurierte Wilhelm Wagenfeld Haus ist Sitz der gleichnamigen Stiftung, der Gesellschaft für Produktgestaltung und der Bremer Design GmbH, die für die Umsetzung der Bremer Designförderung verantwortlich ist. Ihr Geschäftsführer, Prof. Dr. Berthold, der auch das Designzentrum Bremen leitet, begrüßte die Deputierten und wies auf die Erfolge der Designförderung der letzten zehn Jahre hin. Insbesondere seit dem Umzug unter ein gemeinsames Dach vor drei Jahren habe sich die Kommunikation in der Szene deutlich verbessert und würde das Thema Design öffentlich besser wahrgenommen. Dazu würden vor allem die gemeinsamen Ausstellungsmöglichkeiten beitragen.

Die 4. Phase der Bremer Designförderung hat vor allem die Verstärkung des Verbundes von Wissenschaft und Wirtschaft im Designbereich zum Gegenstand.

Senator Hattig betonte: Design hat aufgrund geänderter Anforderungen der Wirtschaft immer mehr die Funktion einer strategischen Komponente in der Unternehmensentwicklung. Besonders kleine und mittlere Unternehmen in der Region sind darauf nur unzureichend vorbereitet und auch die Wissenschaft hält hier derzeit noch kein passendes Ausbildungs- und Weiterbildungsangebot bereit.

Vor diesem Hintergrund ist der Entschluss gefallen, in einer gemeinsam mit dem Wissenschaftsressort getragenen Initiative sowohl die Lehr- und Forschungskapazitäten zu verstärken und dabei die Themen Designmanagement und Designplanning aufzunehmen, wie auch den Transfer in die Unternehmen in diesen Bereichen zu verstärken. Eine Schlüsselposition im Konzept nehmen das Designzentrum Bremen und das Designlabor Bremerhaven ein, die durch Beratung, Information und Seminare die neuen Themen direkt an die Unternehmen herantragen sollen. Als Angebot für die Unternehmen soll das einzelbetriebliche Förderprogramm entsprechend erweitert werden.

„Bremen wird damit seine Bedeutung als Designstandort weiter stärken und ausbauen. Ziel ist es nicht nur Markenhauptstadt zu sein, sondern auch Designhauptsstadt zu werden“, sagte Wirtschaftssenator Hattig. Der Wirtschaftssenator weiter: „Neben der Produktion technologiehaltiger Güter kommt in Zukunft besonders den wissensintensiven Dienstleistungen eine steigende Bedeutung für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Regionen zu. Bremens Position werde durch die gemeinsame Initiative von Wirtschaft und Wissenschaft gestärkt.“

Hervorgehoben wurden in der Deputationsberatung auch die positiven Arbeitsmarkteffekte der bisherigen Designförderung. Berechnungen haben ergeben, daß sich 90 % der Ausgaben der Designförderung der letzten 10 Jahre allein durch die in den Designbüros geschaffenen Arbeitsplätze amortisiert haben. Hinzukommen die bislang nicht quantifizierten Effekte in den Unternehmen, die mit Hilfe der Designförderung ihre Produkte neu gestalten, ihr Erscheinungsbild verbessern oder ihre Unternehmensausrichtung überprüfen. Positive Wirkungen der Designförderung bestehen darüber hinaus für das Image Bremens und Bremerhaven als innovative Standorte, die sich einer Quantifizierung weitgehend entziehen.