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Der Senator für Inneres

Bürgermeister Thomas Röwekamp empfängt 300 neue deutsche Staatsangehörige

20.04.2007

„Vorbilder und Brückenbauer im Integrationsprozess“ – Einbürgerungsfeier im Rathaus

Bürgermeister und Innensenator Thomas Röwekamp hat stärkere Anstrengungen bei der Integration von zugewanderten Bürgerinnen und Bürgern und eine einheitliche Ressortzuständigkeit gefordert. „Das Thema geht uns alle an, da sind Deutsche und Ausländer gleichermaßen angesprochen“, erklärte Röwekamp anlässlich der heutigen Einbürgerungsfeier im Bremer Rathaus, wo der stellvertretende Regierungschef rund 300 Neubürgerinnen und Neubürger und ihre Familien begrüßen konnte. „Mit Ihrem Bekenntnis zu Deutschland, seiner Verfassung und seinen Grundrechten und Werten sind Sie auch Vorbilder im Integrationsprozess, und Sie könnten eine Art ’Brückenbauer’ in unsere Gesellschaft sein“, ermunterte der Innensenator die neuen deutschen Staatsbürger: „Nehmen Sie ausländische Mitbürger mit auf den Integrationsweg, indem Sie ihnen zum Beispiel helfen, die deutsche Sprache zu erlernen!“ Seit zwei Jahren lädt Bürgermeister Thomas Röwekamp in regelmäßigen Abständen zu Einbürgerungsfeiern ein – die es inzwischen auch in mehreren anderen Bundesländern gibt.

„Mit diesem feierlichen Rahmen haben wir ganz bewusst ein Signal für unsere Neubürger gesetzt, die ausländische Wurzeln haben“, erklärte der Senator für Inneres und Sport. „Denn die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft bedeutet Rechte und Pflichten, und das ist mehr als ein reiner Verwaltungsakt der zuständigen Behörde.“ In diesem Sinne wurde im September 2005 in Bremen als erstem Bundesland dieser Festakt ins Leben gerufen. Andere Bundesländer sind in der Zwischenzeit dem Beispiel Bremens gefolgt.

Zuständigkeit für Integration bündeln
In seiner Rede warb Bürgermeister Röwekamp dafür, die Zuständigkeit für Integration im Land Bremen in einem Senatsressort zusammenzufassen. Nach dem Vorbild anderer Länder wie Nordrhein-Westfalen gehörten die Bereiche Ausländerrecht und Integration zusammen.

Rund 800 Personen, die seit November 2006 in der Hansestadt die deutsche Staatsangehörigkeit erworben haben, hatte Thomas Röwekamp zur diesjährigen Feierstunde eingeladen. Vor dem Festakt hatten die Neubremerinnen und Neubremer Gelegenheit, an einer eigens für sie organisierten Rathausführung teilzunehmen. Diese Möglichkeit nutzten über 100 Interessierte und bekamen einen Einblick in die Regierungszentrale, durch die sie in Gruppen von Bürgermeister Röwekamp selbst sowie von Mitarbeitern und Pensionären aus Rathaus und Innenressort geführt wurden.

Während des anschließenden Festakts überreichte Bürgermeister Röwekamp Neubürgerinnen und Neubürgern aus dem Iran, Kolumbien, Mexiko, den Niederlanden, Portugal, Rumänien, der Türkei und der Ukraine stellvertretend für alle Neubürger die Einbürgerungsurkunde. Für musikalische Einlagen sorgte die Jazz AG „Vamp and Fade“ des Kippenberg-Gymnasiums Bremen unter der Leitung von Michael Friemel. Neubürger Alexander Feldmann schilderte im Interview mit Bürgermeister Röwekamp seine Eindrücke mit seinem neuen deutschem Pass. Anschließend erhielt jeder Gast ein Exemplar des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Der offizielle Teil des Festakts wurde mit dem gemeinsamen Singen der deutschen Nationalhymne beendet. Beim anschließenden Empfang hatten alle Gäste die Gelegenheit, miteinander und mit Bürgermeister Röwekamp ins Gespräch zu kommen.

Rund 2000 Neubürger erwerben jedes Jahr im Land Bremen die deutsche Staatsbürgerschaft; 2006 waren es insgesamt 1.992 Personen (1.772 in Bremen und 220 in Bremerhaven). Im laufenden Jahr sind es bislang – Stand 31.3. 2007 – 538 Neubürger, davon 450 in Bremen und 88 in Bremerhaven.