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Der Senator für Inneres

Keine Alkopops – Schaustellerverbände unterzeichnen Selbstverpflichtungserklärung

10.10.2005

Bürgermeister Röwekamp: Wichtiger Beitrag zum Jugendschutz auf dem Freimarkt

Die Schausteller und Marktkaufleute im Lande Bremen haben sich verpflichtet, ab sofort auf dem Bremer Freimarkt auf den Verkauf und Ausschank von sogenannten Alkopops zu verzichten. „Die Verbände werden darüber hinaus ihre bisherigen Anstrengungen fortsetzen und sich weiterhin für eine konsequente Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen einsetzen“ sowie die „enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden fortsetzen“, heißt es in einer heute (10.10.2005) gemeinsam mit dem Senator für Inneres und Sport, Bürgermeister Thomas Röwekamp, unterzeichneten Erklärung der beiden Bremer Schaustellerverbände. Für den Landesverband der Schausteller und Marktkaufleute Niedersachsen und Bremen hat Frau Susanne Keunecke das Papier gegengezeichnet. Für den Schaustellerverband des Landes Bremen e.V. leistete Herr Karl-Heinz Fehrensen seine Unterschrift.

„Wir müssen Kinder und Jugendliche vor den Gefahren der sogenannten Alkopops schützen! Diese überzuckerten alkoholischen Mixgetränke verführen teils schon Kinder zum Alkoholkonsum. Die Schausteller erkennen ihre Mitverantwortung für dieses gesamtgesellschaftliche Problem an“, erklärte Bürgermeister Röwekamp nach der Unterzeichnung der Selbstverpflichtungserklärung, „und ich freue mich, dass die beiden Verbände meiner Anregung gefolgt sind und unter ihren Mitgliedsunternehmen in dieser Frage Einvernehmen erzielt haben.“

Der Innensenator, der auch für das Marktwesen in Bremen zuständig ist, hatte bereits zum Freimarkt 2004 appelliert, freiwillig auf den Verkauf und Ausschank von sog. Alkopops an Kinder und Jugendliche zu verzichten. In den vergangenen Monaten wurden die Erfahrungen des Vorjahres ausgewertet und die Gespräche mit allen Beteiligten fortgesetzt.

„Nach unseren Beobachtungen werden die Alkopops zwar oft schon vorher konsumiert oder zum Freimarkt mitgebracht, dennoch würde ein freiwilliger Verzicht auf den Ausschank von Alkopops auf dem Freimarkt helfen, das Problem einzudämmen,“ fügte Thomas Röwekamp hinzu. Die Schaustellerverbände appellieren daher an die übrigen betroffenen Beteiligten - insbesondere an den Bremer Einzelhandel im Umfeld des Freimarktgeländes, die Bremer Gastronomen und die Eltern und Erziehungsberechtigten der Kinder und Jugendlichen - sich ebenfalls ernsthaft und nachhaltig mit der Problematik des Alkoholkonsums von Kindern und Jugendlichen auseinander zu setzen.

Die Schausteller stellten vor allem den unverwechselbaren Charakter der Großveranstaltung heraus: „Der Bremer Freimarkt ist mit seiner 970-jährigen Tradition das älteste Volksfest Deutschlands. Diese Tradition gilt es zu bewahren und fortzusetzen. Der Freimarkt muss ein Bremer Familienfest für Jung und Alt bleiben, bei dem der Spaß und die Unterhaltung im Mittelpunkt steht“, betonten Susanne Keunecke und Karl-Heinz Fehrensen.

Aus diesem Grunde hat das Stadtamt Bremen jetzt auch gemeinsam mit den Schaustellerverbänden einen Verhaltenskodex für Besucher/innen von Volksfesten herausgegeben.