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Der Senator für Inneres

Innensenator Dr. Kuno Böse unterzeichnet Rahmenvereinbarung mit ver.di

20.02.2003

BürgerServiceCenter Mitte wird wissenschaftlich begleitet

Die im Dezember 2002 begonnene Arbeit des BürgerServiceCenter Mitte (BSC) wird ab sofort auch wissenschaftlich beobachtet und begleitet. Innensenator Dr. Kuno Böse erklärte nach dem Abschluss der Rahmenvereinbarung mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di: „Mit dem Pilotprojekt BSC-Mitte betreten wir Neuland. Um mögliche Fehlentwicklungen zu erkennen, ist die wissenschaftliche Begleitung vorteilhaft für Kunden und Mitarbeiter. Ich erhoffe mir von der Auswertung der praktischen Erfahrungen im BSC Mitte sowohl eine kontinuierliche Verbesserung der Servicequalität, als auch die Beschreibung eines Modells eines attraktiven und leistungsstarken öffentlichen Dienstleistungsangebots. Ein Angebot, das auf andere Dienstleistungszentren übertragbar ist und welches den Dreiklang der Interessen angemessen berücksichtigt: positiv für die Verwaltung, für die Bürgerinnen und Bürger und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Damit kann von Bremen ein bundesweites Signal für die Umstrukturierung zur bürgernahen Verwaltung ausgehen.“


Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung wird in einem Zeitraum von zwei Jahren der Gesamtverlauf des Pilotvorhabens mit Blick auf die Öffnungs- und Arbeitszeiten, die Qualität sowie die Serviceangebote des BSC untersucht und ausgewertet. Ins Blickfeld der Betrachtung sollen dabei insbesondere die Arbeitsstrukturen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Wünsche der Nutzer und Kunden genommen werden. Das BSC verfolgt verwaltungsuntypische neue Wege, die sich durch flache Hierarchien, Selbstverantwortung und kollektive Eigensteuerung durch Teamarbeit auszeichnen. Den Bürgern werden im BSC Standarddienstleistungen der Verwaltung „aus einer Hand an einem Ort“ und zu Öffnungszeiten (Mo., Di., Do., Fr. 07:30-18:30 Uhr; Mi. 07:30-13:00 Uhr und Sa. 09:00-13:00 Uhr) , die mit der Privatwirtschaft vergleichbar sind, angeboten. Innensenator Dr. Böse erklärt das Spannungsfeld im Zeitmodell des BSC-Mitte: „Wir wollen uns einerseits den Öffnungszeiten in der Bremer City anpassen, und andererseits die Arbeitszeiten an den Interessen der Mitarbeiter orientieren. Vor allem bei jungen berufstätigen Frauen ist der Wunsch nach mehr Flexibilität erkennbar. Dieser Aspekt gewinnt auch für die Gewerkschaften zunehmend an Bedeutung. Daher kann ich es nur begrüßen, dass ver.di das Bremer Projekt BSC-Mitte in einen bundesweiten Kreis von Modellvorhaben aufgenommen hat.


Die Wissenschaftler werden neben Bürgerbefragungen und Gesprächen mit den Mitarbeitern auch Workshops mit Kunden und Mitarbeitern des BSC durchführen. Die Ergebnisse der Studie werden nach Abschluss des Projekts, voraussichtlich im Frühjahr 2005, veröffentlicht.


In diesem Zusammenhang weist der Senator für Inneres, Kultur und Sport auch auf das neue Modell der Terminvergabe hin: Unter Tel. (0421) 361-88 666 können individuelle Termine mit dem BSC-Mitte vereinbart werden.