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    Ressortübergreifende Verkehrsunfallkommission gegründet

Der Senator für Inneres

Innensenator Dr. Bernt Schulte stellt neues Verkehrssicherheitslagebild vor

Ressortübergreifende Verkehrsunfallkommission gegründet

28.09.2000

„Verkehrssicherheit hat angesichts immer weiter steigender Mobilität eine zentrale Bedeutung“, erklären Dr. Bernt Schulte, Senator für Inneres, Kultur und Sport, und Christine Wischer, Senatorin für Bau und Umwelt. „Nur auf der Basis einer präzisen Analyse können wir die richtigen Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ergreifen. Dazu dient künftig das neue Verkehrssicherheitslagebild der Polizei Bremen.“

Die Polizei erfasste bisher die aus den Unfallaufnahmen verfügbaren Daten und bewertete diese in einem jährlichen Verkehrsunfallbericht. Die jährlich rückwirkende Betrachtung ist jedoch für die Entwicklung einer Verkehrssicherheitsstrategie und die rasche Einleitung von Gegenmaßnahmen zu langfristig. Die Polizeiinspektion Verkehr der Polizei Bremen ent-wickelte deshalb ein völlig neues, elektronisch gestütztes Lagebild Verkehr sowie ein dazu gehöriges Controllingsystem. Ziel ist es, die Verkehrssicherheitsarbeit in den Bereichen Verkehrsüberwachung, Unfallprävention und Verkehrsraumgestaltung zu verbessern.

Künftig werden monatliche Berichte zur Verkehrssicherheitslage und der Maßnahmenwirksamkeit erstellt, die nach Hauptunfallursachen, Unfallbrennpunkten und Zielgruppen gegliedert sind und je nach Interesse aufbereitet werden:

  1. anwenderorientierte Aufbereitung (Visualisierung)
  2. zielorientierte Aufbereitung (Auffälligkeiten im Unfallgeschehen)
  3. Darstellung der Verknüpfung von Unfalldaten und Unfallbekämpfungsmaßnahmen (Koppelung der Lagebilddaten mit Messzahlen/Kennzahlen)
  4. Gliederung nach Revier- und Inspektionsbereichen

Aus den Erkenntnissen des Verkehrssicherheitslagebildes werden die Grundlagen für eine umfassende Verkehrssicherheitsstrategie entwickelt. Die Umsetzung geschieht durch eine neu eingerichtete Verkehrsunfallkommission unter Beteiligung des Senators für Inneres, Kultur und Sport, des Senators für Bau und Umwelt, der Polizei Bremen und des Amts für Straßen und Verkehr. Bei Bedarf werden außerdem Verkehrsbetriebe, Autoclubs oder auch die Schulbehörde hinzugezogen.

Die Polizei Bremen stellt die Daten aus dem Verkehrslagebild zur Verfügung, aus der die Unfallkommission entsprechende Maßnahmen ableitet. Außerdem prüft sie im Rahmen der Verkehrsüberwachung eingeleitete Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf ihre Wirkung.

Das Amt für Straßen und Verkehr sorgt für die Betriebssicherheit der Straßen und führt bauliche Maßnahmen sowie Anordnungen gemäß StVO durch.

„Die neue Verkehrsunfallkommission kann mit verkehrsleitenden oder baulichen Maßnahmen konzertiert und gezielt gegen Unfallbrennpunkte oder andere Unfallursachen vorgehen. Das bedeutet schon kurzfristig: Noch mehr Sicherheit auf Bremens Straßen“, so die Senatoren Christine Wischer und Dr. Bernt Schulte zur Bedeutung der Verkehrsunfallkommission. Sie verweisen darauf, dass mit dem Umbau des Ihlpohler Kreisels und der neuen Verkehrs-lenkung in der Habenhauser Brückenstraße/Autobahnzubringer Arsten bereits erste gelungene Beispiele für die Umgestaltungen bisheriger Unfallschwerpunkte umgesetzt worden seien.