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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Grippeimpfung ab Oktober: Vorrangig für Ältere, chronisch Kranke und medizinisches Personal empfohlen

25.08.2006

Gefährdete Personen, wie ältere Menschen, chronisch Kranke jeglichen Alters und auch medizinisches Personal, sollten sich gegen die Grippe impfen lassen, die durch Influenza-Viren hervorgerufen wird. Dazu rät der Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales. Die modernen Impfstoffe sind gut verträglich und arm an Nebenwirkungen.

Für den Winter 2006/2007 werden wie im Vorjahr bundesweit rund 22 Millionen Dosen Impfstoff zur Verfügung stehen. Die Impfstoffdosen werden aufgrund von Verzögerungen bei der Herstellung dieses Jahr jedoch erst ab Oktober verfügbar sein. Oktober und November werden vom Robert Koch-Institut und vom Paul-Ehrlich-Institut als „ideale Impfmonate“ empfohlen.

Wegen der erhöhten Nachfrage und der üblichen stufenweisen Lieferung von Grippe-Impfstoffen konnten im vergangenen Jahr nicht alle Impfwünsche gleich zu Beginn der Impfkampagne erfüllt werden. Die Impfstoffmenge hat nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts jedoch ausgereicht, um den Bedarf im Laufe der Impfsaison zu decken. Auch in der Saison 2006/2007 sei mit einer ähnlichen Entwicklung zu rechnen.

Die Grippe-Schutzimpfung der vergangenen Jahre schützt nicht sicher gegen die Influenza-Viren, die in diesem Winter erwartet werden. Dies liegt daran, dass sich die Viren ständig verändern und deswegen muss in jedem Jahr ein neuer, aktueller Impfstoff entwickelt werden.

Durch die Viren besonders gefährdet sind Menschen mit bestimmten Grundleiden. Dazu gehören:

  • Herz- und Kreislauferkrankungen
  • Chronische Lungenkrankheiten wie Asthma, chronische Bronchitis und Zerstörung von Lungenbläschen (Emphysem)
  • Chronische Nierenleiden
  • Diabetes mellitus und andere Stoffwechselkrankheiten
  • Chronische Anämien (Mangel an roten Blutkörperchen)
  • Angeborene und erworbene Störungen des Immunsystems (der körpereigenen Abwehr).

Die Influenza betrifft keineswegs nur Erwachsene. Ein besonders hohes Risiko haben auch Kinder mit chronischen Atemwegs-Erkrankungen wie Asthma und Bronchitis. Bei diesen Patienten kommt es im Falle einer Virusgrippe häufig zu Komplikationen im Krankheitsverlauf, etwa zu sekundären Lungenentzündungen, die auch tödlich verlaufen können.

Darüber hinaus wird die Grippe-Impfung für alle über 60-Jährigen empfohlen und für diejenigen Personen, die im Beruf einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind oder die Infektionen auf andere übertragen können wie medizinisches Personal, Feuerwehr und Polizei.

Auch wer mit größeren Menschenansammlungen in Berührung kommt (etwa Personen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr) sollte zur Impfung gehen.

Im Übrigen kann sich natürlich jeder gegen Influenza impfen lassen. Bei der Impfung wird keine Praxisgebühr erhoben.

Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut wird allen über 60-Jährigen und chronisch Kranken auch eine Pneumokokken-Impfung nahegelegt. Diese Impfung sollte alle sechs Jahre wiederholt werden und kann gleichzeitig mit der Grippeschutzimpfung erfolgen.