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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Bündnis für Familie veranstaltet Familienforum

29.06.2005

Knapp 200 Personen aus über 60 Institutionen sind heute (29.06.2005) in die Bremische Bürgerschaft zum Familienforum gekommen, das vom Bündnis für Familie veranstaltet wurde. Eingeladen waren alle Akteure und Institutionen des Landes, die mit und für Familien arbeiten und sich für eine familienfreundliche Stadt einsetzen möchten. Der Präsident der Bremischen Bürgerschaftspräsident, Christian Weber, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Er stellte fest, dass sich in Bremen bereits viele Aktivitäten mit dem Markenzeichen „familienfreundlich“ entfaltet hätten. Diese sollten weiter entwickelt werden.


Senatorin Röpke betonte in ihrer Begrüßungsrede, dass sich das Spektrum der klassischen Standortfaktoren inzwischen um die Familienpolitik erweitert hat. Das Bündnis für Familie habe im vergangenen Jahr eher im Hintergrund gearbeitet. Jetzt sei der Zeitpunkt, um an die Öffentlichkeit zu gehen, um das Thema auf der politischen Tagesordnung immer wieder nach oben zu bringen.


Prof. Dr. Helga Krüger, Mitglied in der Familienberichtskommission der Bundesregierung, unterstrich in ihrem Festvortrag die Notwendigkeit, familienpolitische Modelle stärker als bisher an den Möglichkeiten der Lebbarkeit von Familie im modernen Lebensverlauf zu orientieren. Die Familienmitglieder sollten in der alltäglichen Verknüpfung von Innen- und Außenanforderungen besser unterstützt werden. Hier habe die Bundesrepublik im EU-Vergleich viel nachzuholen.


Senatorin Röpke hatte die Anwesenden außerdem aufgefordert, sich in den Diskussionsprozess des Bündnisses aktiv einzubringen. Ziel des Familienforums sei es, Ideen zu formulieren und in Arbeitsgruppen gemeinsam zu bearbeiten. Damit sollten die übergreifenden Ziele des Bündnisses mit Leben gefüllt werden. Diskutiert wurden im Rahmen des Familienforums Themen wie „Betreuung für unter 3jährige“, „flexible Betreuungsmöglichkeiten“, „Bewegung von Kindern im öffentlichen Raum“, „Unterstützung von sozial schwachen Familien“, etc.


Das Bündnis für Familie hatte im Zuge der Konstituierung seines Kuratoriums am 4. Mai 2005 die folgenden Zielsetzungen vereinbart:


  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Familiengerechte Schul- und (Familien-) Bildungsangebote
  • Familienfreundliche Stadt- und Verkehrsplanung / Sicherheit
  • Familiengerechte Freizeit- und Kulturangebote
  • Standortfaktor Familienfreundlichkeit


Konkrete Projekte des Bündnisses sind beispielsweise das Verbundprojekt „Beruf und Familie“, das Betriebe in ihrer familienfreundlichen Ausrichtung unterstützt sowie das Projekt „Familienbildung“, das durch den Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales durchgeführt wird.


Der Grundgedanke des Bündnisses ist, alle vorhandenen familienpolitischen Aktivitäten aus den verschiedensten Bereichen zu bündeln, Synergieeffekte zu nutzen und damit neue Ideen frei- und umzusetzen.


Mitglieder des Kuratoriums sind neben der Vorsitzenden Senatorin Karin Röpke:


Hans-Uwe Stern, Agentur für Arbeit
Dr. Hans-L. Endl, Arbeitnehmerkammer
Christian Weber, Bremische Bürgerschaft
Brigitte Boehme, Bremische Evangelische Kirche
Ingo Kramer, Die Unternehmensverbände im Lande Bremen e.V.
Helga Ziegert, DGB
Otto Lamotte, Handelskammer
Joachim Feldmann, Handwerkskammer
Ulrike Hauffe, Initiative Familienfreundliche Stadt
Msgr. Propst Ansgar Lüttel, Katholische Kirche
Ingelore Rosenkötter, Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege