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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Hartz IV: Neue Sozialzentren und Geschäftsstellen der BAGIS vorgestellt

28.12.2004

Durch die Zusammenlegung der Arbeitslosenhilfe und der Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II (Hartz IV) kommen ab 1. Januar 2005 auf Behörden und Ämter sowie ihre Mitarbeiter/innen große Veränderungen zu. Diese Veränderungen haben weitgehende Folgen für die betroffenen Menschen in Bremen. Für Leistungsempfänger/innen stellt sich die praktische Frage, wer ab Januar wo hin gehen muss.


Dr. Jürgen Hartwig, Leiter des Amtes für Soziale Dienste Bremen, und Thomas Schneider, Geschäftsführer der neugegründeten Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales (BAGIS) haben heute (28.12.2004) auf einer Pressekonferenz die neuen Standorte der Geschäftsstellen der BAgIS sowie der Sozialzentren und ihre Dienstleistungen für die Bürger vor Ort vorgestellt.


Sechs Sozialzentren


Ab Montag, 3. Januar 2005 werden die sozialen Dienstleistungen für junge Menschen und ihre Familien, für Erwachsene und ältere Menschen, sowie Leistungen der Sozialhilfe nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) XII (Personen, die sich nicht durch Einsatz ihrer Arbeitskraft, ihres Einkommens und ihres Vermögens selbst helfen können) in 6 Sozialzentren des Amtes für Soziale Dienste (AfSD) in Bremen gewährleistet.


Die Organisationsveränderung in der Nachfolge der Hartz- Gesetzgebung machte eine Konzentration der Sozialzentren auf 6 Standorte notwendig. Die bisherigen Aufgaben des Bundessozialhilfegesetzes (BSHG) werden durch die neuen gesetzlichen Regelungen des Sozialgesetzbuches II und des Sozialgesetzbuches XII abgelöst und weiter entwickelt.


Die Aufgaben des SGB II, die Grundsicherung für Arbeitssuchende Arbeitslosengeld II, also Leistungen für arbeitslose erwerbsfähige Menschen, werden von der neu gegründeten Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und Soziales (BAgIS) geleistet. Das Amt für Soziale Dienste gibt ca. 220 Mitarbeiter/innen an die BAgIS für diese Aufgabenwahrnehmung ab. (Die neuen Geschäftsstellen der BAgIS werden in einer eigenen Pressemitteilung dargestellt.)


Bei dieser Umorganisation wurde darauf geachtet, dass die Bürgernähe und somit die gute Erreichbarkeit der Sozialzentren im Stadtbezirk erhalten bleiben kann. Daraus ergeben sich die 6 neuen Sozialzentren:

In diesen Sozialzentren werden alle Grundleistungen des AfSD für Junge Menschen und ihre Familien (nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetzt (KJHG)) und für Erwachsene, also auch zukünftige Leistungen nach dem SGB XII, angeboten.
Anlage: Die sechs neuen Sozialzentren


Schwerpunktdienste


Die folgende gesamtstädtischen Schwerpunktdienste werden nur in einigen bzw. einem Sozialzentrum angeboten:
Anlage: Schwerpunktdienste

Erziehungsberatung Süd


Die Erziehungsberatung Süd wechselt vorübergehend in das Volkshaus, Hans-Böckler-Str. 9, bis neue Räume gefunden sind und bezogen werden können.


Dr. Jürgen Hartwig, Leiter des Amtes für Soziale Dienste Bremen, lobte ausdrücklich die Bereitschaft von ca. 220 Beschäftigten des Amtes, mit ihren Arbeitsplätzen zur BAgIS zu wechseln. Zur Umsetzung der Reform in Bremen sagte Dr. Hartwig: „Es ist wunderbar, was in diesem Jahr in Bremen alles geleistet wurde, um die Umstellung hin zu bekommen. Diese Leistung unserer Kollegen und Kolleginnen ist angesichts der Mammut-Aufgabe, vor der wir am Anfang des Jahres 2004 standen, nicht hoch genug einzuschätzen. Es handelt sich um die größte Reform des Sozialsystems seit Bestehen der Bundesrepublik. Die Neuorganisation der 6 Sozialzentren, die Dateneingabe für Hartz IV und der Aufbau der BAgIS-Geschäftsstellen waren eine organisatorische Spitzenleistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“


Für das neue Jahr und die weitere Zukunft wünschte sich Dr. Hartwig eine erfolgreiche Arbeit der Sozialzentren und der BAgIS. „Ich erhoffe mir für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für die betroffenen Menschen, dass die Reform jetzt in Ruhe ihre Wirksamkeit entfalten kann und nachhaltig bleibt.“