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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Neue Formen der Entlassungsvorbereitung für erwachsene Strafgefangene in der Justizvollzugsanstalt in Bremen

16.05.2003

Enge Zusammenarbeit zwischen Justiz und Soziales

Gemeinsame Pressemitteilung des Senators für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales und des Senators für Justiz und Verfassung:

Eine gute Entlassungsvorbereitung des Strafvollzuges für Inhaftierte, insbesondere für Gefangene mit besonderen Problemlagen wie psychisch Kranke, Suchtabhängige, Wohnungslose, Arbeitslose, Überschuldete, ist eine wesentliche Voraussetzung für ein Leben ohne Straftaten und die gesellschaftliche Integration. Der Strafvollzug leistet hiermit einen wichtigen Beitrag zur inneren Sicherheit.

Seit Sommer letzten Jahres werden die Maßnahmen zur Entlassungsvorbereitung der JVA Bremen für erwachsene Gefangene in Oslebshausen mit den Angeboten der Fachdienste des Amtes für Soziale Dienste, des Gesundheitsamtes und der Vereine Bremische Straffälligenbetreuung, Hoppenbank und Kommunale Drogenpolitik verbindlich miteinander vernetzt. Die Fachdienstmitarbeiter/innen innerhalb und außerhalb der Mauern bilden einen sog. Entlassungsvorbereitungspool, der in regelmäßigen Fallkonferenzen die erforderlichen Hilfen für die Zeit nach der Entlassung festlegt und für deren Umsetzung sorgt. Rückfallgefährdende Betreuungslücken können dadurch vermieden werden.

Die Neustrukturierung der Entlassungsvorbereitung geht auf eine gemeinsame Zielvereinbarung des Senators für Justiz und Verfassung und des Senators für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales aus dem Jahre 2000 zurück. Diese wird von dem Grundgedanken geleitet, dass die schwierigen Probleme im Bereich der Straffälligenhilfe nur ressortübergreifend verbessert werden können.

Heute findet in der JVA Bremen eine Fachtagung statt. Problematiken der Entlassungsvorbereitung sollen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Es werden insgesamt ca.70 interne und externe Fachleute erwartet.

Senatorin Karin Röpke und Bürgermeister Dr. Henning Scherf sind sich darin einig, dass der Weg einer engen Kooperation und Vernetzung im Interesse der Gefangenen und im Interesse der inneren Sicherheit konsequent fortgesetzt werden muss.