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    Sozial- und Jugendsenatorin Hilde Adolf zu Besuch im Kindergarten der Bremer Jüdischen Gemeinde

Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Zeichen der Solidarität setzen
Sozial- und Jugendsenatorin Hilde Adolf zu Besuch im Kindergarten der Bremer Jüdischen Gemeinde

12.10.2000

Die Bremer Sozial- und Jugendsenatorin Hilde Adolf hat heute (12.10.00) den Kindergarten der Bremer Jüdischen Gemeinde in Schwachhausen besucht, um damit ein Zeichen der Solidarität angesichts der kürzlichen Anschläge gegen Einrichtungen jüdischer Gemeinden in Deutschland zu setzen. „Diese Solidarität schulden wir nicht nur den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern in unserer Mitte, sondern auch der eigenen Selbstachtung", sagte die Senatorin. Sie habe erfahren, dass insbesondere die Kinder des jüdischen Kindergartens und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beunruhigt seien. „Es ist bedrückend, erleben zu müssen, dass kleine und große Menschen in unserer Stadt sich solche Sorgen machen“, sagte die Senatorin.

Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Bremen, Elvira Noa, betonte, der Besuch der Senatorin dokumentiere, dass der Senat der Jüdischen Gemeinde zur Seite steht. Dies habe auch der kürzliche Besuch des Präsidenten des Senats, Bürgermeister Dr. Henning Scherf, unterstrichen, der am vergangenen Sonntag (Jom Kippur) vor der versammelten Gemeinde in der Synagoge gesprochen hat. Gemeinsam mit beiden sei sie der Auffassung, dass alle Verantwortlichen umdenken müssten, um Antisemitismus und Rechtsradikalismus zu begegnen. Die Angriffe gegen jüdische Gemeinden seien vor allem Angriffe gegen die Demokratie in Deutschland.

Senatorin Hilde Adolf erklärte, durch ihren Besuch wolle sie deutlich machen, dass der Senat entschieden und unnachgiebig gegen jede Form von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit vorgehen werde. Sie wünsche sich ein offenes und friedvolles Miteinander mit der Jüdischen Gemeinde, so wie mit anderen Gemeinden auch, sagte die Senatorin. Das Vertrauen, das die Jüdische Gemeinde zu Recht in die Bremer Politik setze, müsse die Politik rechtfertigen. Die antisemitischen und rechtsextremen Anschläge würden nicht nur vom Senat, sondern auch von allen demokratischen Parteien und der weit überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung verurteilt. „Diese Stadt gehört uns gemeinsam, und gemeinsam werden wir sie gegen jeden Angriff verteidigen“, sagte die Senatorin.