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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Gesundheitssenatorin Hilde Adolf: Kinder und Jugendliche besser vor den Gefahren des Rauchens schützen

30.05.2001

Für einen verbesserten Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Tabakkonsums hat sich Gesundheitssenatorin Hilde Adolf ausgesprochen. Aus Anlass des Welt-Nichtrauchertages am morgigen Donnerstag begrüßte die Senatorin die Selbstverpflichtung der Tabakindustrie, Zigarettenautomaten aus der unmittelbaren Umgebung von Schulen und Kindergärten abzubauen, als ersten Schritt in die richtige Richtung.
Durch die bundesweit aufgestellten rund 800.000 Automaten werde Kindern und Jugendlichen der Zugang zum in höchstem Maße gesundheitsschädlichen Nikotin erleichtert, sagte Hilde Adolf. Deshalb unterstütze sie Bestrebungen, den Zugang zu kontrollieren, etwa durch ein Chip-System für Zigarettenautomaten. Dazu gehöre auch, in einem novellierten Jugendschutzgesetz den Verkauf von Tabak an unter 16-Jährige zu verbieten. Mit Sorge müsse sie feststellen, so Hilde Adolf, dass der Anteil jugendlicher Raucher und Raucherinnen kontinuierlich ansteige und das „Einstiegsalter“ sinkt: 25 Prozent der jungen Leute zwischen 12 und 17 Jahren rauchen.
Die gesundheitlichen Schädigungen durch Nikotin und giftige Begleitstoffe sind nach Angaben der Senatorin alarmierend: Im Vordergrund stehen dabei Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit den Folgen Herzinfarkt und Schlaganfall, ganz abgesehen von der Gefahr, an Lungenkrebs zu erkranken. In der Europäischen Union würden jährlich rund 550 000 Todesfälle durch Rauchen registriert.
Mittlerweile gebe es auch gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, dass „Passivrauchen“ ebenfalls der Gesundheit schade. Die Senatorin: „Deshalb sollte es für Raucher und Raucherinnen, die nicht davon ablassen wollen, wenigstens selbstverständlich sein, dass sie in Gegenwart von Nichtrauchern – besonders von Kindern – auf den Tabak verzichten.“
Bundesweit, und das gilt auch für Bremen, greifen 37 Prozent aller Männer und 28 Prozent aller Frauen im Alter von 18 bis 79 Jahren zur Zigarette.
Bei den Rauchern und Raucherinnen ist nach Angaben der Senatorin häufig die Bereitschaft vorhanden, das Rauchen aufzugeben, aber aus eigener Kraft gelinge dies vielen nicht. Ärztinnen und Ärzte seien deshalb aufgerufen, sich verstärkt der Raucherentwöhnung zu widmen.