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Die Senatorin für Finanzen

Pressemitteilung mit Foto Konzern Bremen stellt in diesem Jahr für 480 junge Menschen Ausbildungsplätze bereit

29.06.2005

Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum: „Die Verbundausbildung mit der Wirtschaft ist das innovative Modell für die Zukunft“

„Die Lernortkooperation und die Verbundausbildung mit der privaten Wirtschaft sowie die vielfältigen Anstrengungen der Ausbildungsgesellschaft Bremen mbH sind die innovativen Ausbildungsmodelle für die Zukunft. Darauf setzen wir“. Das erklärte heute (29.6.2005) der auch für die Personalwirtschaft im Konzern Bremen zuständige Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum bei der Vorstellung der Ausbildungsplanung 2005. Auf diesem Gebiet habe der Senat in Kooperation mit der Privatwirtschaft gute Erfahrungen gemacht. Dr. Nußbaum: „Trotz der angespannten Haushaltssituation und den damit einhergehenden Sparmaßnahmen werden wir in diesem Jahr unserer besonderen Verantwortung gerecht und 480 jungen Menschen einen beruflichen Ausbildungsplatz anbieten“. Davon seien 122 Ausbildungsplätze zusätzlich geschaffen worden, so dass das Ausbildungsplatzangebot in diesem Jahr insgesamt auf dem hohen Niveau der letzten Jahre gehalten werde.


v.l:Christoph Mazun, Isabel Haje, Kerstin Liebisch, Dr. Ulrich Nußbaum (Senator für Finanzen), Mimoun Kabbouch, Dennis Dähn, Sandra Lemkau. [Foto: Katrin Wiesner, Senatspressestelle]


Der Senator weiter: „Wir wissen um das Engagement der Wirtschaft und der Kammern. Wir müssen aber auch im Konzern Bremen als größter Arbeitgeber weitere Angebote bereitstellen, um den Schulabgängern eine berufliche Chance für die Zukunft zu bieten“. Das gehöre zur sozialpolitischen Verantwortung gegenüber der jungen Generation.

Während die Ausbildungszahlen in den Ausbildungsberufen im Kernbereich des öffentlichen Dienstes aufgrund der restriktiven Personalplanung wegen der Haushaltsnotlage reduziert werden mussten, konnten die Ausbildungsleistungen im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes erheblich ausgeweitet werden: Das Ausbildungsplatzangebot des Senats umfasst mittlerweile mehr als 40 verschiedene zukunftsorientierte Ausbildungsberufe - von A wie Arzthelferin über F wie Fachinformatiker/in bis Z wie Zerspannungsmechaniker/in. Zum 1. September 2005 werden im Aus- und Fortbildungszentrum des bremischen öffentlichen Dienstes (AFZ) und bei der Ausbildungsgesellschaft Bremen mbH (ABiG) ca. 900 junge Menschen in einer sogenannten dualen Ausbildung stehen. Diese Ausbildungsvielfalt ist nur möglich, in dem das Land und die Stadtgemeinde Bremen alle ihre Einrichtungen, Betriebe und Werkstätten nutzen.

Das Angebot der Freien Hansestadt Bremen ist durch eine spezielle Verbundausbildungsmaßnahme erweitert worden, die vom Senator für Finanzen 2004 erstmalig initiiert und unter Leitung der ABiG umgesetzt wurde. Die Vermittlung des berufspraktischen Grundwissens in den jeweiligen Ausbildungsberufen erfolgt hierbei unter anderem in den Werkstätten der Berufsschulen, während die Auszubildenden ihre entscheidenden betrieblichen Erfahrungen in Unternehmen der Privatwirtschaft machen können. Eine Kooperation mit der ABiG bietet gerade kleinen und mittelgroßen Betrieben mannigfache Vorteile, indem sie einen „sanften Einstieg“ in das Ausbildungsgeschäft ermöglicht.

In diesem Jahr werden 60 zusätzliche Ausbildungsplätze in solchen Verbundmaßnahmen in folgenden Ausbildungsberufen geschaffen:

  • Anlagenmechaniker/-in - Sanitär- , Heizungs- und Klimatechnik
  • Industriemechaniker/-in
  • Konstruktionsmechaniker/-in
  • Metallbauer/-in
  • Technische/r Zeichner/-in
  • Zerspanungsmechaniker/-in

An dieser Maßnahme sind die Berufsschule für Metalltechnik, die Beruflichen Schulen für Metall- und Elektrotechnik in Vegesack und das Technisches Bildungszentrum Mitte beteiligt; ihre Werkstätten werden für die Vermittlung bestimmter Grundfertigkeiten in den jeweiligen Berufen genutzt.

In einer gemeinsamen Aktion mit der Handelskammer Bremen und der Handwerkskammer Bremen werden noch Betriebe der Wirtschaft für diese verschiedenen Verbundmaßnahmen gesucht. Firmen, die sich für dieses Ausbildungsangebot interessieren, können sich gern an die Ausbildungsgesellschaft Bremen mbH, Doventorscontrescarpe 172, Block B, 28195 Bremen, oder per E-Mail wenden an:
klaus.schmeldtenkopf@afz.bremen.de
Telefonische Auskünfte erteilen dort gerne
Frau Dr. Schüller (Tel. 361 59944) und Herr Schmeldtenkopf (Tel. 361 5207).

Finanzsenator Dr. Ulrich Nussbaum: „Bremen ist als öffentlicher Arbeitgeber Spitze bei der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen. Dies ist auch ein Verdienst des Aus- und Fortbildungszentrum des bremischen öffentlichen Dienstes“. Er erwarte aber ebenso von den Eigen- und Beteiligungsgesellschaften des Landes und der Stadtgemeinde Bremen, dass diese mindestens eine Ausbildungsquote von 6 Prozent sicherstellen. Hierfür werde sich der Senat mit Nachdruck einsetzen. Der Senator: „Die Jugendlichen sind die Zukunft unseres Landes. Wir müssen alles tun, damit die jungen Menschen auch in die Lage versetzt werden, diese zu gestalten. Um dies sicherzustellen, brauchen wir jeden Ausbildungsplatz“.