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Senatskanzlei

Bundesverdienstkreuz für Wilhelm Tacke

01.09.2021

Für sein langjähriges besonderes ehrenamtliches Engagement auf den Feldern interreligiöse Verständigung, Toleranz und Erforschung und Vermittlung der Bremer Stadthistorie ist der ehemalige Pressesprecher des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen, Wilhelm Tacke, vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte übergab Tacke den Orden stellvertretend für den Bundespräsidenten am heutigen Mittwoch, 1. September 2021, im Senatssaal des Rathauses.

Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte überreichte Wilhelm Tacke das Bundesverdienstkreuz. Mit dabei Tackes Ehefrau Margret Tacke.
Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte überreichte Wilhelm Tacke das Bundesverdienstkreuz. Mit dabei Tackes Ehefrau Margret Tacke. Foto: Senatspressestelle

Tacke war von 1987 bis 2008 Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Katholischen Gemeindeverbandes in Bremen. In dieser Zeit hat er durch seine informierende und oftmals auch humorvolle Art nicht nur die Arbeit der katholischen Kirche erfolgreich vermittelt. In besonderem Maße hat er sich daneben auch für die christlich-jüdische Verständigung eingesetzt. So war er 25 Jahre lang bis 2013 der katholische Vorsitzende und Geschäftsführer der "Gesellschaft für christliche Zusammenarbeit – Brüderlichkeit – in Bremen e. V.". Zusammen mit dem Bremer Landesrabbiner organisierte er dabei Reisen nach Israel und Synagogenführungen nicht nur in Bremen, sondern auch in Amsterdam, Antwerpen und ganz Norddeutschland.

Das Bundesverdienstkreuz mit Urkunde.
Das Bundesverdienstkreuz mit Urkunde. Foto:Senatspressestelle

Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte: "Es ist diese einzigartige Mischung aus Erklären, Erinnern, Mahnen, Versöhnen, die die Arbeit Wilhelm Tackes so bemerkenswert macht. Profundes Wissen über religiöse Hintergründe vom mittelalterlichen Antijudaismus bis zu den Monstrositäten des nationalsozialistischen Holocaust gehen bei ihm so Hand in Hand, dass jede Zuhörerin und Zuhörer, jede Leserin und Leser seiner Erläuterungen tief beeindruckt ist. Sein Ziel war und ist, das Verständnis der Religionen und Konfessionen untereinander zu fördern. Das ist elementar wichtig."

Daneben ist der gelernte Lehrer – Tacke unterrichtete zunächst in Ägypten und wurde dann Schulleiter der katholischen Schule Bremen – fest verwurzelt in der Bremer Stadtgeschichte. Ob als Führer, Vortragender, Forscher oder Autor – Tacke kümmert sich auf vielfältige Weise um die Dokumentation und Vermittlung von Lokalgeschichte. Sei es als ehrenamtlicher Vorsitzender des "Verein für Niedersächsisches Volkstum – Bremer Heimatbund", Vertreter der katholischen Kirche im Denkmalrat, im Beirat der Stiftung Bremer Dom e. V., Vorsitzender der "Niedersachsenrunde von 1900" oder Schriftleiter der Jahrbücher des Vereins für Niedersächsisches Volkstum – stets geht es Tacke darum, seinen Mitmenschen erfahrbar zu machen, woher sie kommen. Bovenschulte: "Dass Wilhelm Tacke sich dabei auch mit der Historie des Bremer Rathauses – natürlich auch unter religiösen Ansätzen – beschäftigt hat, macht es mir zu einer noch größeren Freude, ihm das Verdienstkreuz hier im Senatssaal eben dieses Rathauses zu überreichen."

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