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Der Senator für Inneres

BürgerServiceCenter-Mitte öffnet am kommenden Sonnabend (14. Dezember)

12.12.2002

Innensenator Dr. Böse zur Schlüsselübergabe: „Von nun an werden die Akten laufen, nicht mehr die Bürger“

„Mit der Eröffnung des BürgerServiceCenter-Mitte geht Bremen einen wichtigen Schritt weiter auf dem Weg zu einer modernen kundenorientierten Dienstleistungsverwaltung. Die Arbeitsweise der Verwaltung an der Nahtstelle zum Bürger orientiert sich von nun an noch stärker an Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit und Akzeptanz. Im BürgerServiceCenter-Mitte werden die Standard-Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung ressortübergreifend gebündelt und an den Kunden weitergegeben. In der ersten Phase gehören zu diesen Standarddienstleistungen Meldeangelegenheiten, Gewerbeangelegenheiten, Besuchereinladungen für ausländische Gäste, Fischereiangelegenheiten, Beglaubigung von Kopien und Unterschriften sowie die Antragsannahme in Wohngeldsachen, für Wohnberechtigungsscheine und Erziehungsgeld. Damit laufen jetzt die Akten und nicht mehr die Bürger,“ erklärte Innensenator Dr. Böse anlässlich der heutigen (12. Dezember 2002) Feierstunde der BREPARK zur Schlüsselübergabe für das Gebäude Pelzerstraße/Parkhaus Mitte, in dem das BürgerServiceCenter-Mitte untergebracht ist.


Das neue BSC-Mitte: Namen, Daten, Fakten

In die von der BREPARK errichteten Räumlichkeiten werden neben dem BürgerServiceCenter-Mitte als Einrichtung des Stadtamtes auch eine Zentrale Informations- und Annahmestelle des Finanzamtes und die Neubürgeragentur (bremen services) einziehen.

Im BürgerServiceCenter-Mitte sind rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Publikumsbetrieb tätig. Leiterin des BSC ist Petra Schuh (43 Jahre). Sie war 14 Jahre bei der Deutschen Post AG tätig, seit 1998 als leitende Angestellte im Briefzentrum am Bremer Flughafen. Mit einer wöchentlichen Öffnungszeit von 53,5 Stunden liegt das BürgerServiceCenter-Mitte bundesweit mit an der Spitze. Täglich von 7.30 Uhr bis 18.30 Uhr (Mittwochs bis 13.00 Uhr) und sonnabends von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr können die Dienstleistungen in Anspruch genommen werden. Bürgerinnen und Bürger können unter Telefon 361-88666 gern einen Termin mit dem BürgerServiceCenter-Mitte vereinbaren und weitere Informationen erhalten.

Innensenator Dr. Kuno Böse: „Ich freue mich, dass wir nunmehr das BürgerServiceCenter-Mitte am kommenden Sonnabend (14. Dezember 2002) eröffnen und mit einem Tag der offenen Tür den Bürgerinnen und Bürgern vorstellen können.“ Im Frühjahr 2003 wird das Angebot des BürgerServiceCenter-Mitte um weitere Dienstleistungen erweitert. Angeboten werden dann auch Führerschein und Zulassungsangelegenheiten und ein neues Kassenverfahren, das erstmals innerhalb der Bremer Verwaltung ec-cash-Zahlung ermöglicht.


Auch das Finanzamt ist im BürgerServiceCenter präsent

In der bremischen Steuerverwaltung bestehen seit längerer Zeit die Zentralen Informations- und Annahmestellen im Haus des Reichs und den Finanzämtern Bremen-Nord und Bremerhaven. Nach den sehr positiven Erfahrungen mit diesen kundenorientierten Einrichtungen war es für den Senator für Finanzen keine Frage, auch im BSC-Mitte die hohe Nachfrage nach steuerlichen Auskunftsersuchen abzudecken. Die im BSC eingerichtete Informations- und Annahmestelle dient der Verbesserung des Kontaktes zwischen dem Steuerbürger und seinem Finanzamt. Die ausgesprochen großzügigen Öffnungszeiten des BSC bieten die Gewähr dafür, dass dem ratsuchenden Bürger bedarfsorientiert gezielte Hilfestellung bei seinem Anliegen geboten werden kann und nahezu alle im Zusammenhang mit der persönlichen Vorsprache anfallenden Arbeiten an räumlich zentraler Stelle erledigt werden können.


Bisherige Meldestelle Herdentorsteinweg schließt am Freitag

Die Meldestelle-Mitte, Herdentorsteinweg 37, wird bereits am morgigen Freitag (13. Dezember 2002) geschlossen. Die Gewerbemeldestelle und die für Besuchereinladungen und Beglaubigungen zuständige Stelle im Rembertiring 39 werden am 16. Dezember geschlossen.


„Tag der offenen Tür“ im BSC-Mitte am Sonnabend mit vielen Aktionen!

Am Sonnabend, dem 14. Dezember 2002, öffnet das BSC-Mitte seine Pforten für seine Kunden. Am Eröffnungstag ist das BSC-Mitte von 10.00-16.00 Uhr geöffnet (an „normalen“ Sonnabende: 9.00-13.00 Uhr, s.o.). Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, diesen Tag mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam zu feiern – und das BSC-Mitte auch sofort in Anspruch zu nehmen. Der Senator für Inneres, Kultur und Sport, Dr. Kuno Böse, wird die neue Einrichtung am Vormittag (10.00 Uhr) offiziell einweihen. Auf die Besucher wartet ein buntes Rahmenprogramm für Jung und Alt – unter anderem eine Spielecke für Kinder – außerdem besondere Überraschungen für Kunden und Neubürger.


Weitere Pilotstandorte öffnen am 19. Dezember und im Jahr 2003

Am kommenden Donnerstag, dem 19. Dezember 2003, eröffnet Innensenator Dr. Kuno Böse einen weiteren Pilotstandort – das BürgerServiceCenter-Horn-Lehe. Hier erwartet die Bewohner, insbesondere aus den nordöstlichen Bremer Stadtteilen, ebenfalls eine Vielzahl öffentlicher Dienstleistungen. Am Eröffnungstag verspricht das BSC-Horn-Lehe (von 11.00-14.00 Uhr) ein buntes Programm mit Glühweinstand, Ponyreiten und einem Auftritt des Weihnachtsmanns.

Im Jahr 2003 kommen das BürgerServiceCenter-Vegesack und das Sozialzentrum Gröpelingen als neue Standorte hinzu. Der Standort Gröpelingen wird nicht vom Innensenator, sondern federführend vom Sozialressort betrieben; dies ist ein Ausdruck der ressortübergreifenden Philosophie des Rahmenkonzeptes. Diese Pilot-Dienststellen sollen Modellcharakter für die ggf. spätere Einrichtung weiterer Lokaler Dienstleistungszentren an anderen Standorten haben. Ziel ist die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit lebenslagenorientierten Dienstleistungspaketen. Langfristig wird sich das Standortkonzept in erster Linie an der Entwicklung der Nachfrage, auch in den anderen Vertriebskanälen, durch die Bürgerinnen und Bürger ausrichten.


Hintergrund: Rahmenkonzepzt „Lokale Dienstleistungszentren“

„An einem Ort, aus einer Hand – dieser integrative Ansatz stellt einen Paradigmenwechsel im Verwaltungshandeln dar. Die BürgerServiceCenter als Vertriebsbereiche der Verwaltung werden die neue zentrale Schnittstelle zwischen Bürgern und Verwaltung,“ erklärte Innensenator Dr. Kuno Böse.

Das im Oktober diesen Jahres vom Senat beschlossene und von der Staatsräte-Steuerungsgruppe „Bürgerkommune / Lokale Dienstleistungszentren“ entwickelte Konzept „Lokale Dienstleistungszentren“ stellt die Ziele und entsprechende Pilotvorhaben für die Modernisierung des publikumsintensiven Dienstleistungsbereichs der bremischen Verwaltung dar. Um die Ziele Wirtschaftlichkeit, Servicequalität und Flexibilität zu erreichen, entwickelte die Gruppe das Strukturmodell der Lokalen Dienstleistungszentren (LDZ) zur gemeinsamen ressortübergreifenden Neuordnung des „Vertriebsbereichs“ der Verwaltung. In der Steuerungsgruppe wirkten - unter Federführung des Senators für Inneres, Kultur und Sport - die Ressorts für Finanzen, Bau und Umwelt und Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales mit. Dienstleistungen der Verwaltung sollen in dem geschaffenen Rahmen kunden- und wettbewerbsorientiert erbracht werden. Um dies zu erreichen, werden die in dem Konzept beschriebenen Strukturmerkmale schrittweise umgesetzt. In Abkehr von den stark arbeitsteiligen Verwaltungsstrukturen in denen jeder „Fachbereich“ eine eigene „Vertriebsabteilung“ unterhält, werden über „spezialisierte Vertriebseinheiten“ alle benötigten Dienstleistungen im Hintergrund so organisiert, dass Kunden möglichst nur noch einen Ansprechpartner (Allzuständigkeit / „one-face-to-the-customer“) haben.

Erste praktische Erfahrungen mit diesem Konzept wurden seit Beginn des Wintersemesters 2000/2001 durch das Gemeinschaftsprojekt von Stadtamt und Universität „Bremen Service Universität“ (BSU) gesammelt. Mitten auf dem Campus der Bremer Universität betreut BSU Studierende, Lehrende und Mitarbeiter im Technologiepark in allen melde- und ausländerrechtlichen Fragen (Wohnsitz, Paß, Ausweise, Lohnsteuerkarten, Visa, Aufenthaltstitel). BSU stellt seine Arbeit am Tag der offenen Tür im BürgerServiceCenter-Mitte vor.


Die Dienstleistungen im BürgerServiceCenter-Mitte im Überblick:

Ab dem 14. Dezember werden folgende Dienstleistungen im BürgerServiceCenter-Mitte, Pelzer Straße 40, erbracht:

  • An-, Um-, und Abmeldungen von Wohnungen, Ausstellen und Änderungen von Lohnsteuerkarten, Ausstellen von Pässen und Ausweisen, Ausstellen von Haushalts-, Lebens- und Meldebescheinigungen, Erteilung von Melderegister-Auskünften und Entgegennahme von Anträgen auf Erteilung von Führungszeugnissen;
  • Gewerbean-, um-, und abmeldungen, Erteilung von Gewerberegisterauskünften, Anträge auf Auskunftserteilung aus dem Gewerbezentralregister;
  • Fischereischeine;
  • Beglaubigungen;
  • Besuchereinladungen für ausländische Gäste;
  • Antragsannahme in Sachen Wohngeld- und Wohnberechtigungsscheinen, Erziehungsgeld;
  • Zentrale Informations- und Annahmestelle des Finanzamtes Bremen-West.


Weitere Informationen zum Rahmenkonzept des Senats, zum BürgerServiceCenter-Mitte und zum BSU erhalten Sie im Internet unter www.bremen.de/innensenator und beim BürgerServiceCenter