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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Bürgermeister-Smidt-Brücke: Frei für Straßenbahnen ab 13. April

Mobilitätssenatorin Ünsal: "Sicherheit und Verlässlichkeit hat oberste Priorität"

11.03.2026

Gute Nachrichten für die Mobilität der Menschen in Bremen: Nach dem erfolgreichem Belastungsversuch und der Auswertung der Messdaten wird die Bürgermeister-Smidt-Brücke ab Montag, 13. April 2026, wieder von Straßenbahnen befahren. Die BSAG bereitet aktuell die betriebliche Umsetzung vor, sodass die Linien 1 und N1 nach 18 Monaten Unterbrechung wieder über die Bürgermeister-Smidt-Brücke geführt werden können.

Freuen sich über die Wiederaufnahme des Straßenbahnverkehrs auf der Brücke (v.l.): Mobilitätssenatorin Özlem Ünsal, Rick Graue (Leiter des Amtes für Straßen und Verkehr) sowie Lars Dege (Fachbereichsleiter Verkehrs- und Angebotsplanung bei der BSAG).
Freuen sich über die Wiederaufnahme des Straßenbahnverkehrs auf der Brücke (v.l.): Mobilitätssenatorin Özlem Ünsal, Rick Graue (Leiter des Amtes für Straßen und Verkehr) sowie Lars Dege (Fachbereichsleiter Verkehrs- und Angebotsplanung bei der BSAG). Foto: Fotoetage/Tristan Vankann

Damit wird nicht nur die wichtige Weserquerung wieder für den kompletten ÖPNV geöffnet. Mit der Freigabe wird außerdem der Fahrplan der fahrgaststärksten Linie 1 im Rahmen des beschlossenen Angebotsausbaus verdichtet. Durch die Rückkehr auf die Bürgermeister-Smidt-Brücke können darüber hinaus die Linien 4 und 6 wieder häufiger über die Wilhelm-Kaisen-Brücke fahren und die Linie 8 kann wieder von Huchting zur Kuhlenkampffallee durchgebunden werden.

Mobilitätssenatorin Özlem Ünsal begrüßt die Wiederaufnahme des Straßenbahnverkehrs: "Die Bürgermeister-Smidt-Brücke ist eine zentrale Achse für den öffentlichen Nahverkehr über die Weser. Mit der Freigabe für die Straßenbahnen ab dem 13. April verbessern wir das Angebot für viele Fahrgäste, die täglich zwischen Neustadt und Stadtmitte unterwegs sind."

"Mit der nun vorliegenden fachlichen Bewertung steht fest: Straßenbahnverkehr ist auf der Bürgermeister-Smidt-Brücke unter klar definierten Auflagen wieder möglich", sagt Rick Graue, Leiter vom Amt für Straßen und Verkehr. Grundlage der Entscheidung sind detaillierte statische Berechnungen und ein Belastungstest mit Straßenbahnen im August 2025, bei dem verschiedene Fahr- und Begegnungssituationen geprüft wurden. Dabei zeigte sich, dass die Brücke an den Messpunkten im zulässigen Bereich blieb und der Stahl nicht überlastet wurde.

Für den Verkehr auf der Brücke gelten weiterhin Auflagen, um die Belastung des Bauwerks zu begrenzen und die Restnutzungsdauer zu sichern. So bleibt es bei Tempo 30 für alle Verkehrsteilnehmenden, und für den öffentlichen Personennahverkehr gilt ein Abstandsgebot von 100 Metern für alle Kombinationen aus Bussen und Straßenbahnen je Fahrtrichtung. Der Pkw-Verkehr bleibt einspurig je Richtung, da eine Öffnung einer zweiten Fahrspur nach derzeitigem Stand keinen verkehrlichen Mehrwert bringen würde, aber zusätzliche Nachteile für das Bauwerk mit sich bringen könnte.

Parallel zur Wiederaufnahme des Straßenbahnverkehrs laufen die Planungen für die erforderlichen Ertüchtigungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an der Brücke weiter. Wesentliche Teile des Bauwerks müssen in den kommenden Jahren unter Aufrechterhaltung des Straßenbahn-Betriebs ertüchtigt und instandgesetzt werden; die Prüfintervalle werden dafür verkürzt.

Senatorin Ünsal betont: "Sicherheit und Verlässlichkeit haben für uns oberste Priorität. Deshalb verbinden wir die nun mögliche Nutzung mit klaren Auflagen, engmaschigen Kontrollen und einer konsequenten Planung der anstehenden Ertüchtigung und Instandsetzung – so sichern wir die Brücke bis zum notwendigen Ersatzneubau."

Thorsten Harder, Technischer Vorstand der BSAG, sagt: "Mein Dank gilt allen, die gemeinsam mit ihrem Engagement die Rückkehr unserer Straßenbahnen auf die Brücke ermöglicht haben. Mit der Freigabe der zweiten Weserquerung kehrt die Linie 1 nicht nur in ihren bekannten Linienverlauf zurück. Wir verstärken und verdichten unser Angebot sogar, in dem wir für die Linie 1 außerdem die erste Stufe des Angebotsausbaus umsetzen – mit einem 7,5-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit. Ein weiterer Vorteil für unsere Fahrgäste: Die Linien 4 und 6 fahren wieder das volle Angebot, die Linie 8 pendelt wieder zwischen Huchting und Schwachhausen und die Linie 4S kehrt zurück ins Netz."

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  • Yannoh Mügge, stv. Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361 - 8 87 77, E-Mail: yannoh.muegge@bau.bremen.de
  • Andrea Voth, Pressesprecherin des Amt für Straßen und Verkehr, Tel.: (0421) 361- 9586, E-Mail: andrea.voth@asv.bremen.de
  • Andreas Holling, Unternehmenssprecher der Bremer Straßenbahn AG, Tel.: (0421) 5596-416, E-Mail: AndreasHolling@bsag.de
    Holling mobil: (0172) 2830 737