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Bürgermeister Bovenschulte: "Technologische und verteidigungspolitische Souveränität bewahren"

Impulsvortrag beim Zukunftsforum Forschung & Innovation des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft

11.02.2026

"Mit Sicherheit zu mehr Innovation: Wie stärkt Bremen seine sicherheitsrelevante Forschung?" – um diese zukunftsrelevante Frage ging es am Dienstag, 10. Februar 2026, beim Zukunftsforum Forschung & Innovation des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Bürgermeister Andreas Bovenschulte hielt einen Impulsvortrag und nahm an der Podiumsdiskussion teil.

Zukunftsforum des Stifterverbandes: (v.l.) Klaus Windheuser (Vorstand, Die Sparkasse Bremen), Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Prof. Dr. Jutta Günther (Rektorin, Universität Bremen), Andrea Frank (stellv. Generalsekretärin, Stifterverband), Dr. Volker Meyer-Guckel (Generalsekretär, Stifterverband), Marco R. Fuchs (Vorsitzender des Vorstandes, OHB SE, sowie Vorsitzender des Landeskuratoriums Bremen im Stifterverband), Dr. Pascal Hetze (Programmleiter Data & Policy, Stifterverband) und Michael Kalbow (Standortleiter, Airbus Bremen).
Zukunftsforum des Stifterverbandes: (v.l.) Klaus Windheuser (Vorstand, Die Sparkasse Bremen), Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Prof. Dr. Jutta Günther (Rektorin, Universität Bremen), Andrea Frank (stellv. Generalsekretärin, Stifterverband), Dr. Volker Meyer-Guckel (Generalsekretär, Stifterverband), Marco R. Fuchs (Vorsitzender des Vorstandes, OHB SE, sowie Vorsitzender des Landeskuratoriums Bremen im Stifterverband), Dr. Pascal Hetze (Programmleiter „Data & Policy“, Stifterverband) und Michael Kalbow (Standortleiter, Airbus Bremen). Foto: Stifterverband/Hannes von der Fecht

Bürgermeister Andreas Bovenschulte sagte anlässlich des Zukunftsforums: "Wir müssen technologische und verteidigungspolitische Souveränität im europäischen Zusammenwirken bewahren beziehungsweise zurückgewinnen. Bremen ist da gut aufgestellt. Wir verfügen über besondere industrielle und wissenschaftliche Stärken: hochspezialisierte Luft- und Raumfahrtkompetenzen, eine innovative maritime Wirtschaft, enorme Logistikkapazitäten, exzellente Forschungseinrichtungen und Hochschulen sowie ein eng gewobenes Netzwerk mittelständischer Technologieunternehmen."

In der Raumfahrt habe das vergangene Jahr erneut unterstrichen, dass Bremen eine Vorreiterrolle einnähme: mit der größten Messe der europäischen Raumfahrtindustrie, der Space Tech Expo, sowie der ESA-Ministerratskonferenz, auf der die ESA-Mitgliedsstaaten so viel Geld wie noch nie für die Raumfahrt zugesagt haben. Und in diesem Jahr folge eine weitere weltweit bedeutende Konferenz: Zur "International Joint Conference on Artificial Intelligence" werden bis zu 4.000 Expertinnen und Experten in Bremen erwartet.

Mit Blick auf die 1,35 Milliarden Euro, die der Bund in die Häfen in Bremerhaven investieren will, um diese zu einem maritimen Logistik-Hub für die NATO und die Bundeswehr auszubauen, betonte Bovenschulte: "Das ist nicht nur ein wichtiger Schritt für unsere Verteidigungsfähigkeit, das nützt in hohem Maße auch unserer zivilen Hafeninfrastruktur." An diesem Beispiel werde deutlich, wie eng vernetzt die Fragen der zivilen und der militärischen Infrastruktur seien. Das sei "ein klassischer Fall von dual use", so der Bürgermeister.

Im Dezember 2025 hat der Bremer Senat den neuen Wissenschaftsplan 2030 beschlossen "und damit Planungssicherheit und solide Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre, Innovation und Zusammenarbeit für die kommenden Jahre geschaffen", betonte der Bürgermeister. Das sei kein Selbstzweck. Der Wissenschaftssektor sei ein entscheidender Baustein, "mit dem wir den großen Herausforderungen unserer Zeit begegnen und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes sicherstellen". Die Bandbreite der Forschungs- und Transfervorhaben bringe die nachhaltige Transformation, aber auch die Entwicklung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit voran: in der Luft- und Raumfahrt, in Informatik und Robotik, den Materialwissenschaften, der Logistik und in Energiefragen.

Abschließend unterstrich der Bürgermeister, dass der Senat fortwährend und eng im Austausch mit den Hochschulen zu Themen sei, die eine strategische Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems beträfen. Es brauche die Hochschulen als Orte der kritischen Diskussion und Forschung über die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit und als Labore für zukünftige friedliche und nachhaltige Konfliktlösungen. "Technologische und militärische Maßnahmen allein werden den Frieden in Europa und in unserer westlichen Welt nicht sichern – wir müssen auch als Gesamtgesellschaft die Werte der Demokratie und der Meinungsfreiheit verteidigen", so Bürgermeister Bovenschulte.

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Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361-2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de