Sie sind hier:

Senatskanzlei

Bürgermeister Bovenschulte: Senat steht fest an der Seite von Airbus

Rede bei der Betriebsversammlung von Airbus Aerostructures

03.09.2026

Mit einem klaren Bekenntnis zum Standort Bremen von Airbus Aerostructures hat sich Bürgermeister Andreas Bovenschulte heute (3. September 2026) an die Betriebsversammlung des Standortes gewandt. Bremen stehe zu Airbus, Bremen stehe zu diesem Standort und Bremen stehe ohne Wenn und Aber zu den Beschäftigten. Der Senat werde sich deshalb auch immer dann einmischen, wenn wesentliche Entscheidungen anstünden und wenn irgendwo irgendwer daran erinnert werden müsse, was Bremen für diesen Konzern bedeute.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte auf der Betriebsversammlung von Airbus Aerostructure in Bremen.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte auf der Betriebsversammlung von Airbus Aerostructure in Bremen. Foto: Senatspressestelle

Bürgermeister Anderas Bovenschulte: "Politik und Arbeitnehmervertreter arbeiten dabei Hand in Hand. Beim Zukunftskonzept für den Standort Bremen haben Betriebsrat, IG Metall, örtliche Unternehmensleitung und der Senat gemeinsam dafür gesorgt, dass wir hier nicht unter die Räder kommen. Eine starke Arbeitnehmervertretung ist deshalb elementar für den Industriestandort Bremen, sie ist ein echter Standortvorteil. Danke an den Betriebsrat, danke an die IG Metall."

Die Herausforderungen fasste der Bürgermeister in einem Dreiklang zusammen: Technologie, Fläche, Strategie. Zum ersten Punkt "Strategie" verwies er auf das Technologizentrum Ecomat in der Airport-Stadt. Dieses werde nun um den neuen "Ecomat Hydrogen Campus" erweitert. Damit sollen das Wissen und die Kompetenz rund um das für das zukünftige Fliegen wichtige Thema Wasserstoff hier am Standort gehalten und entwickelt werden. Zum Thema "Fläche" betonte Bovenschulte, dass Bremen Ende 2025 immerhin fünf Millionen Euro allein in die Planung von rund 34 Hektar Gewerbefläche direkt am Flughafen und ausdrücklich für die Luft- und Raumfahrt beschlossen hat. "Damit gehen wir in Vorleistung. Denn Flächen entwickelt man vorher, nicht hinterher." Zum Punkt "Strategie" definiere die Luft- und Raumfahrtstrategie Bremen 2035 klar, wo Bremen hinwolle: zu neuen Produktionsprozessen, Digitalisierung, neue Materialien, um letztlich die klimafreundlichere Luftfahrt aktiv zu gestalten. Bovenschulte: "Die Frage ist nicht, ob sich das Fliegen verändert. Die Frage ist: wo? Meine Antwort ist dabei eindeutig: Ein ganz wesentlicher Teil muss hier in Bremen stattfinden."

Die Branche treffe dabei gerade auf gute Voraussetzungen: Die Auftragsbücher seien gut gefüllt, die Nachfrage hoch und die Kompetenzen seien da. Diesen Schwung gelte es mitzunehmen, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass man auch übermorgen erfolgreich ist. Bovenschulte: "Die Wirtschaftsforschungs-Institute korrigieren ihre Prognosen gerade flächendeckend nach oben. Die Investitionen ziehen an und auch die Reallöhne legen zu. Der Aufschwung steht vor der Tür und wir sollten alle dafür sorgen, dass er in Bremen nicht nur klingelt, sondern auch reinkommt."

Gerade das Thema Flugzeuge und Airbus habe dabei neben der eng standortpolitischen auch noch eine europapolitische Perspektive, betonte der Bürgermeister. Zentral sei dabei die gemeinsame Währung Euro: "Der Euro ist für ein Unternehmen wie dieses keine Nebensache. Er ist Geschäftsgrundlage. Wenn deshalb Rechtspopulisten ernsthaft erzählen, wir wären ohne den Euro besser dran, dann ist das nicht nur falsch, sondern unverantwortlich. Das ist ein Angriff auf den Wohlstand dieses Landes."

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen das Foto zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Foto: Senatspressestelle.
Foto-Download (jpg, 513.1 KB)

Ansprechpartner für die Medien:
Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361-2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de

Bremen von oben ·