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Senatskanzlei

Bürgermeister Bovenschulte: "Mitbestimmung wichtig für Demokratie"

Rede bei der Betriebsräte-Auftaktkonferenz der IG-Metall

18.06.2026

Sie haben eine wichtige Funktion in Unternehmen: Betriebsräte vertreten die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Viele von ihnen sind im Frühjahr 2026 neu gewählt worden. Aus diesem Anlass lud die IG Metall heute (Donnerstag, 18. Juni 2026) zu einer Auftaktkonferenz ins Tabakquartier.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Austausch mit neu gewählten Betriebsräten.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte im Austausch mit neu gewählten Betriebsräten. Foto: Senatspressestelle

Bürgermeister Andreas Bovenschulte gratulierte den Betriebsrätinnen und Betriebsräten zu ihrer Wahl und unterstrich die Bedeutung der Mitbestimmung: "Danke, dass Sie sich in Ihren Betrieben engagagieren. Denn, um es mit den Worten von Hans Böckler zu sagen: 'Demokratie macht nicht vor dem Werkstor halt'. Dafür brauchen wir starke Betriebsräte, die gleichberechtigt mitbestimmen, die mitgestalten. Denn nur mit starken Betriebsräten ist es möglich, die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und auch die Interessen der Betriebe zu vertreten.“ Exemplarisch nannte Bovenschulte die Auseinandersetzung bei Gestra, bei der erst durch die Mobilisierung der Belegschaft die Zukunft des Betriebes in Bremen gesichert wurde. Bovenschulte: "Bremen braucht eine starke Industrie und Bremen braucht jeden einzelnen Arbeitsplatz. Für beides lohnt es sich zu kämpfen."

Der Bürgermeister warb in seiner Ansprache auch um die Unterstützung für eine vernünftige Konjunkturpolitik: "Wir brauchen eine Steuerreform, die kleine und mittlere Einkommen entlastet. Wir brauchen eine Aufbruchstimmung. Und wir brauchen Reformen." Bei allen Reformen, so Bovenschulte, müsse aber eine entscheidende Frage immer im Vordergrund stehen: "Trägt die Reform zu Wachstum und Beschäftigung bei?"

Bovenschulte machte auch deutlich, dass alle ihren Teil zu den Reformen beitragen müssten. Er dürfe nicht nur bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gespart werden, es dürfe nicht nur um die Interessen der Unternehmen gehen. "Die Steuerreform muss gerecht finanziert sein. Wir brauchen deshalb eine Reichensteuer, eine höhere Erbschaftssteuer und eine Vermögenssteuer. Denn breite Schultern müssen mehr tragen als schmale Schultern."

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