Besuch der polnischen Senatsmarschallin in Bremen
25.03.2026Auf Einladung des Bundesrates besucht Malgorzata Kidawa-Blonska, Marschallin des polnischen Senats, in diesen Tagen Deutschland. Der Besuch startet heute (25. März 2026) in Bremen, da das Land in diesem Jahr die Bundesratspräsidentschaft innehat. Bürgermeister Andreas Bovenschulte begrüßte sie in seiner Funktion als Bundesratspräsident im Rathaus, wo Kidawa-Blonska sich auch in das Goldene Buch eintrug. Am Abend reist sie noch weiter nach Berlin.
Anlässlich eines Empfanges für die Marschallin betonte Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Die deutsch-polnischen Beziehungen sind ein wichtiger Bestandteil des europäischen Miteinanders. Sie stehen für einen lebendigen Austausch, gegenseitiges Verständnis und die Überwindung historischer Herausforderungen. In Zeiten wie diesen zeigt sich, wie wichtig der europäische Zusammenhalt ist und dass wir gemeinsam für unsere Werte einstehen müssen. Freiheit, Demokratie und Frieden sind leider nicht mehr so selbstverständlich, wie es einmal erschien."
Der polnische Senat ist die zweite Kammer des polnischen Parlaments, die Marschallin ist die Präsidentin der Kammer. Zwischen dem Bundesrat und dem polnischen Senat gibt es seit langem enge Kontakte. Der Besuch von Malgorzata Kidawa-Blonska ist der Gegenbesuch nach Deutschland, nachdem die damalige Bunderatspräsidentin, Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, im vorigen Jahr in Warschau zu Gast war. Doch Bremen hat auch eine ganz eigene, intensive Verbindung nach Polen, die beim Besuch der Marschallin im Rathaus eine Rolle spielte: Die Städtepartnerschaft Bremen-Danzig war die erste zwischen einer westdeutschen und einer polnischen Stadt und feiert in diesem Jahr das 50-jährige Bestehen. Bovenschulte: "Unsere Partnerschaft ist geprägt von gemeinsamen Projekten, von Bildungs- und Jugendaustausch, von wirtschaftlicher Kooperation und von kulturellen Initiativen, die Brücken zwischen unseren Ländern bauen. Gerade die Zusammenarbeit zwischen Bremen und Danzig ist ein Beispiel dafür, wie Städtepartnerschaften dazu beitragen, Europa im Alltag zu leben und zu gestalten."
In seiner Rede schlug Bovenschulte den Bogen vom Land Bremen über die Bundesrepublik bis zur europäischen Ebene: "Das Motto der Bremer Ratspräsidentschaft lautet 'VIELE STÄRKEN – EIN LAND'. Dieses Motto beschreibt nicht nur die Vielfalt und den Zusammenhalt innerhalb der Freien Hansestadt Bremen und innerhalb Deutschlands, sondern lässt sich auch hervorragend auf den europäischen Kontext übertragen." Denn Europa ziehe seine Kraft auch aus der Vielfalt der Nationen, Kulturen und Traditionen und bündele sie "für das große Ganze". Der Kontinent sei am stärksten, wenn Unterschiede als Bereicherung begriffen und für die Entwicklung einer friedlichen, solidarischen und zukunftsfähigen Gemeinschaft genutzt würden. Bovenschulte: "Im Sinne unserer Partnerschaft und der europäischen Idee könnte das Motto daher 'Viele Stärken - Ein Europa' lauten“.
Nach ihrer Ankunft im Rathaus traf sich die Marschallin daher zunächst zu einem längeren und intensiven Austausch mit etlichen Vertreterinnen und Vertretern der Deutsch-Polnischen Gesellschaft und Akteurinnen und Akteuren der Partnerschaft Bremen-Danzig. Bovenschulte: "Solche Begegnungen sind von unschätzbarem Wert. Der direkte Dialog und das Engagement der Zivilgesellschaft sind wichtige Säulen für die deutsch-polnische Freundschaft und tragen dazu bei, dass unsere Zusammenarbeit auch in Zukunft weiter wächst und gedeiht."
Am Abend reiste Kidawa-Blonska noch weiter nach Berlin, wo sie eine Reihe von Terminen im und mit dem Bundesrat hat. So werden sie und Bovenschulte unter anderem gemeinsam einen Kranz am "Denkmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und die Opfer der deutschen Besatzungsherrschaft" in der Nähe von Bundestag und Bundeskanzleramt niederlegen.
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