Workshop "Stabil gegen Cybermobbing" an der Oberschule Blumenthal
21.01.2026Wie schnell aus einem dummen Spruch im Klassenchat blanke Ausgrenzung werden kann und was junge Menschen dagegen tun können – darüber hat Bürgermeister Andreas Bovenschulte heute (Mittwoch, 21. Januar 2026) an der Oberschule Blumenthal mit Schülerinnen und Schülern gesprochen. Anlass war die Veranstaltung "Stabil gegen Cybermobbing" der Techniker Krankenkasse und des Service Bureau Jugendinformation, bei der mehrere Klassen an Workshops zur Prävention digitaler Gewalt teilgenommen haben.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Cybermobbing ist keine Kleinigkeit, sondern längst Realität im Schulalltag vieler junger Menschen. Wenn Beleidigungen und Gerüchte im Netz die Runde machen, hat das enorme Folgen. Für die Psyche der Betroffenen, für die Freundschaften, für das Lernen. Deshalb ist es so wichtig, dass Schulen sich darum kümmern, dass sie über Cybermobbing aufklären und eine Gemeinschaft stärken, in der Respekt und Rückhalt selbstverständlich sind. Ich bin beeindruckt, mit welcher Ernsthaftigkeit sich die Schülerinnen und Schüler heute hier mit dem Thema auseinandergesetzt haben."
Im Verlauf des Vormittags nahmen insgesamt drei Klassen an Workshops teil, die sich mit der Dynamik von Cybermobbing-Fällen und mit wirksamer Prävention in Klassengemeinschaften beschäftigten. Die Jugendlichen erarbeiteten gemeinsam, wie eine Atmosphäre entstehen kann, in der respektvoll miteinander umgegangen wird. Und wie gehandelt werden kann, wenn Mobbing beobachtet wird.
Cybermobbing ist in den vergangenen Jahren zu einem zentralen Problem im Alltag vieler Jugendlicher geworden. Durch Smartphones, Messengerdienste und soziale Netzwerke haben sich Konflikte längst in den digitalen Raum verlagert – mit dem Ergebnis, dass Grenzverletzungen Betroffene nahezu jederzeit erreichen können. Prävention setzt deshalb auf Sensibilisierung, Aufklärung und klare Regeln im Umgang mit digitalen Medien. Dazu gehören auch technische Schutzmöglichkeiten wie Privatsphäre-Einstellungen und Meldefunktionen sowie ein verlässliches Netz aus Vertrauenspersonen und Beratungsangeboten.
Im Workshop wurden zudem weitere Formen digitaler Gewalt thematisiert, darunter Sexting, Trolling und Cybergrooming. Vorgestellt wurde auch die bundesweite Online-Beratungsplattform Juuuport, auf der ausgebildete Scouts junge Menschen vertraulich und kostenlos unterstützen – etwa bei Cybermobbing, sexualisierter Belästigung oder Datenklau.
Ergänzend wurden Unterstützungs- und Fortbildungsangebote für Schulen benannt: In Bremen bietet unter anderem das Landesinstitut für Schule (LIS) Fortbildungen und Unterrichtseinheiten zur Prävention digitaler Gewalt an, darunter das Programm "Gemeinsam Klasse sein!". Beratung und Unterstützung bieten außerdem die Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren (ReBUZ), das DiBS (Diskriminierungsschutz und Beratung für Schülerinnen und Schüler) sowie die Polizei Bremen mit „#Aufgeklärt! Wissen schützt Kinder im Netz“ und „Nicht mit mir!“.
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