Teilnahme an Gedenkstunde des Bundestages für die Opfer des Nationalsozialismus
28.01.2026Der Deutsche Bundestag hat heute (Mittwoch, 28. Januar 2026) der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Die Gedenkrede hielt die polnisch-US-amerikanische Holocaustüberlebende Tova Friedman. Neben den Abgeordneten nahmen traditionell auch Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Verfassungsorgane an der Gedenkstunde teil, darunter Bürgermeister Andreas Bovenschulte als Bundesratspräsident.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Die Rede von Frau Friedmann hat mich tief beeindruckt. Wie sie ihren Leidens- und Lebensweg in Auschwitz geschildert hat und wie sie an uns appelliert hat, sich mit aller Macht dem zunehmenden Antisemitismus in aller Welt entgegenzustellen. Dem Antisemitismus, der in erster Linie natürlich ein Angriff auf Jüdinnen und Juden ist, der aber auch unsere Demokratie und unsere freie Gesellschaft zerstört. Der sich immer weitere Opfer sucht, wenn wir ihn nicht stoppen. Dabei, so ihre Forderung, sollten wir durchaus ein bisschen tougher, ein bisschen robuster werden. Nicht nur der Staat, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger, jede und jeder da, wo ihm Antisemitismus begegnet.“
Tova Friedman wurde 1938 in Gdingen nahe Danzig geboren. Als Kind überlebte sie das deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau in Polen. Sie ist eine der wenigen noch lebenden Zeit- und Augenzeugen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Auf TikTok betreibt die in den USA lebende Friedman gemeinsam mit ihrem Enkel Aron einen Kanal, auf dem sie Kinder und junge Erwachsene über die Shoah aufklärt und die Erinnerung an sie wachhält. Über eine halbe Million Menschen folgen dem Account.
Weitere Informationen zu der Gedenkstunde: www.bundestag.de
Ansprechpartner für die Medien:
Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361-2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de