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Bürgerinnen und Bürger gestalten Zukunft des Horten Areals

Start des Beteiligungsprozesses "Butter bei die Zukunft".

18.03.2026

Die Neubebauung des ehemaligen Horten Areals in der Bremer Innenstadt geht in eine entscheidende Phase. Mit dem Qualifizierungsverfahren beginnt ein offener, iterativer Planungsprozess, in dem die Stadtgesellschaft eine zentrale Rolle spielt. Unter dem Titel "Butter bei die Zukunft" lädt die Stadtentwicklungsgesellschaft Brestadt Bürgerinnen und Bürger, Bremen-Begeisterte und Interessensgruppen ein, sich aktiv in die Entwicklung des zukünftigen Nutzungskonzepts einzubringen.

Öffentlicher Informationsabend, Workshops und Online Befragung

Kampagnenbild Butter bei die Zukunft.
Kampagnenbild "Butter bei die Zukunft". Bild: Brestadt

Den Auftakt der Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung bildet ein öffentlicher Informationsabend am 9. April 2026. Dort informiert die Brestadt über das Qualifizierungsverfahren, den Ablauf des iterativen Prozesses sowie über die konkreten Möglichkeiten zur Mitwirkung.

Im Anschluss an den Informationsabend startet eine dreiwöchige anonyme Online-Umfrage, mit der weitere Perspektiven aus der Stadtgesellschaft eingeholt werden. Die Ergebnisse der Online-Umfrage ergänzen die Präsenzformate und ermöglichen eine Beteiligung unabhängig von Zeit, Ort oder persönlicher Teilnahme.

Aufbauend darauf finden am 22. April und am 29. Mai 2026 zwei Halbtages-Workshops statt. In diesen Formaten haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Ideen, Bedarfe und Perspektiven zur zukünftigen Nutzung des Areals vertiefend einzubringen. Die Ergebnisse aus den Workshops werden gebündelt und gemeinsam mit den Rückmeldungen aus der Online- Umfrage in die weitere Planung integriert.

Für alle Beteiligungsformate, einschließlich der Online-Umfrage, ist eine Anmeldung beziehungsweise Teilnahme möglich unter www.butterbeidiezukunft.de.

Beteiligung unter dem Titel "Butter bei die Zukunft"

Mit der Prozessmarke "Butter bei die Zukunft" ist eine stadtweite Öffentlichkeitskampagne verbunden. Der Name greift bewusst eine norddeutsche Redewendung auf und steht für Klarheit, Offenheit und das gemeinsame Anpacken. Ziel ist es, die Zukunft des Horten Areals nicht abstrakt zu verhandeln, sondern konkret, verständlich und nah an den Interessen der Menschen in Bremen zu gestalten.

Die Kampagne richtet sich an Bürgerinnen und Bürger aus allen Stadtteilen Bremens sowie aus dem Umland und soll möglichst vielen Menschen eine Teilnahme ermöglichen. So entsteht ein breites und differenziertes Bild der Stadtgesellschaft und derjenigen darüber hinaus, denen die Entwicklung der Bremer Innenstadt am Herzen liegt. Diese Perspektiven fließen direkt in die weitere Planung und Entwicklung des Areals ein.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Die Bremerinnen und Bremer sind herzlich eingeladen, den Wandel unserer Innenstadt vom reinen Handelsplatz hin zu einem lebendigen Zentrum mit ihren Ideen und Anregungen zu begleiten. Handel und Dienstleistungen werden die City auch in Zukunft dominieren, aber es wird auch Platz geben für Wohnungen und Büros, für Handwerk und Gastronomie, für Kunst und Kultur, für Bildung und Freizeitgestaltungen. Und immer mehr Menschen wünschen sich konsumfreie Orte, an denen sie die Stadt ohne Eintritt und Kaufzwang genießen können. Die Neubauten auf den Grundstücken Parkhaus Mitte und Horten werden die Bremer Innenstadt für mindestens die nächsten 50 Jahre prägen. Lassen sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass dort etwas Gutes entsteht."

Bausenatorin Özlem Ünsal: "Die Zukunft des Horten-Areals entscheidet sich nicht hinter verschlossenen Türen. Wir wollen, dass die Bremerinnen und Bremer ihre Ideen, Erwartungen und Perspektiven früh einbringen können, verbindlich beteiligt werden und sich dabei ernst genommen fühlen. So entsteht ein Ort, der zur Innenstadt von morgen passt und von der Stadtgesellschaft mitgetragen wird."

Bernd Botzenhardt, Geschäftsführer Brestadt GmbH: "Mit der Kampagne "Butter bei die Zukunft" wollen wir die Bremerinnen und Bremer ausdrücklich dazu auffordern, mitzureden und ihre Meinungen, Ideen und Vorschläge zur zukünftigen Nutzung des Standortes einzubringen. Wir hoffen auf ein breites Interesse und freuen uns auf einen intensiven Austausch, sowohl online als auch bei den Veranstaltungen vor Ort."

Sechs Planungsteams und Jury stehen fest

Am Qualifizierungsverfahren beteiligen sich sechs interdisziplinäre Planungsteams aus Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur:

  • gmp Architekten (Hamburg)
  • Gruppeomp (Bremen)
  • noAarchitecten mit Sergison Bates (Brüssel)
  • SAR Schröder Architekten (Bremen)
  • Sauerbruch Hutton (Berlin)
  • Schmidt Hammer Lassen (Kopenhagen)

Die Büros wurden auf Basis von Empfehlungen sowie initiativen und auf Nachfrage eingereichten Bewerbungen ausgewählt. Eine Bewertungsmatrix stellte sicher, dass die fachlich und konzeptionell am besten geeigneten Teams am Verfahren teilnehmen.

Begleitet wird das Qualifizierungsverfahren von einer fachlich breit aufgestellten Jury aus Fachpreisgericht und Sachpreisrichtenden. In einem ersten kooperativen Verfahrensteil werden gemeinsam zentrale Fragestellungen zur städtebaulichen Entwicklung und zum Nutzungskonzept erarbeitet. Anschließend folgt ein kompetitiver Abschnitt, in dem die Planungsteams ihre Entwürfe unabhängig voneinander vertiefen. Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse sowie die Beauftragung eines finalen Büros sind für Ende 2026 vorgesehen.

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