Sie sind hier:
  • Bremische Häfen mit 5,4 Prozent Umschlagswachstum

Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation

Bremische Häfen mit 5,4 Prozent Umschlagswachstum

Containerumschlag in 2025 bei knapp 5 Millionen TEU

05.03.2026

Die bremischen Häfen Bremen und Bremerhaven haben im Jahr 2025 ihre Umschlagsergebnisse deutlich gesteigert. Nach Angaben der Umschlagsbetriebe wurde ein seeseitiger Güterumschlag von 65,3 Millionen Tonnen erzielt, ein Zuwachs von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit bestätigen die bremischen Universalhäfen ihre Rolle als verlässliche Versorger von Industrie und Konsumenten im deutschen und europäischen Hinterland, trotz eines anspruchsvollen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds.

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation: "Trotz herausfordernder globaler Rahmenbedingungen zeigen die bremischen Häfen mit ihrem Umschlagswachstum von 5,4 Prozent beeindruckende Resilienz. Besonders der Containerboom in Bremerhaven mit fast 5 Millionen Standardcontainern unterstreicht das Vertrauen der Reedereien in unseren Standort, auch ohne vertiefte Außenweser. Dies bedeutet gesicherte Jobs, steuerliche Einnahmen und wirtschaftliche Stärke für Bremen insgesamt. Unsere Häfen bleiben verlässlicher Versorger für Industrie und Verbraucher und bilden das Rückgrat unserer regionalen Wirtschaft."

Entwicklung in Bremen und Bremerhaven

Der Gesamtumschlag teilt sich auf in 33,8 Millionen Tonnen im Empfang (+ 6,1 Prozent) und 31,5 Millionen Tonnen im Versand (+ 4,6 Prozent). In Bremen-Stadt ging der Umschlag aufgrund rückläufiger Massengutmengen um 13 Prozent auf 9,3 Millionen Tonnen zurück. Hauptursache ist der schwächere Massengutumschlag, der mit 6,7 Millionen Tonnen ein Minus von 14,2 Prozent verzeichnet. Belastend wirken hier die fortschreitende Decarbonisierungspolitik sowie die angespannte Lage in der Stahlindustrie. Auch der Stückgutumschlag sank spürbar um 9,9 Prozent auf 2,6 Millionen Tonnen. Hinzu kommt, dass die für Bremen-Stadt wichtige Schwergut- und Großraumlogistik weiterhin unter der schwachen Verkehrsinfrastruktur im bundesweiten Zu- und Nachlauf leidet.

Deutlich positiver entwickelte sich die Lage in Bremerhaven. Der dortige Seegüterumschlag legte um 9,3 Prozent auf nahezu 56 Millionen Tonnen zu.

Containerumschlag: Deutliches Plus trotz tiefer Konkurrenzhäfen

Treibende Kraft hinter diesem Wachstum war der Containerumschlag, der 2025 um über 10 Prozent auf 4,9 Millionen TEU (Standardcontainer) stieg. Der Anteil beladener Container erhöhte sich leicht auf über 87 Prozent (2024: 85 Prozent). Das Verhältnis zwischen Empfang (48 Prozent) und Versand (52 Prozent) blieb stabil. Bemerkenswert ist, dass dieses Plus trotz der noch ausstehenden Vertiefung der Außenweser erreicht wurde. Im Vergleich zu den tieferen Fahrrinnen der Wettbewerbshäfen ist dies ein starkes Signal und unterstreicht das Vertrauen der Containerlinienreedereien in Bremerhaven als Standort. Erfreulich ist, dass aller Voraussicht nach nun zur Mitte des Jahres das Planfeststellungsverfahren zur Außenweservertiefung starten soll.

Starker Schienenverkehr im Hinterland

Der Hinterlandverkehr über Bremerhaven lag bei insgesamt rund 2 Millionen TEU. Über die Hälfte davon, 53,1 Prozent beziehungsweise mehr als 1 Million TEU, wurde per Bahn transportiert. Der hohe Eisenbahnanteil ist ein deutlicher Beleg für die Leistungsfähigkeit des bremischen Hafeneisenbahnsystems, das auch im Wettbewerb positiv hervorsticht.

Stabile Fahrzeugumschläge und Kreuzfahrtzahlen

Im Automobilumschlag spiegeln sich die schwierigen Marktbedingungen der internationalen und europäischen Automobilindustrie wider. Mit 1,25 Millionen Fahrzeugen blieb das Ergebnis nahezu konstant (minus 0,1 Prozent). Der Anteil des Versands lag bei 65 Prozent, der Empfang bei 35 Prozent. Insgesamt liefen rund 4.500 Seeschiffe die bremischen Häfen an, ein Zuwachs von 6,4 Prozent gegenüber 2024. Im Kreuzfahrtgeschäft via Bremerhaven blieb die Zahl der Passagiere mit etwa 290.000 stabil.

Ansprechpartner für die Medien:
Christoph Sonnenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Tel.: (0421) 361-82909, E-Mail: christoph.sonnenberg@wht.bremen.de