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Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration

„Bremer Vereinbarungen für Ausbildung und Fachkräftesicherung“ stoßen auf europäisches Interesse

09.06.2011

Europa zu Besuch in Bremen – die Vize-Direktorin der EU Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit, Lenia Samuel, besuchte am 8. Juni, die Senatorin für Arbeit und Soziales. In einem intensiven Meinungsaustausch mit Staatsrat Dr. Joachim Schuster konnte sie sich über Verfahren und Ergebnisse des Einsatzes europäischer Fördermittel überzeugen.

Gruppenfoto zum Besuch aus Brüssel: Handelskammersyndicus Günther Lübbe, Geschäftsführer Karlheinz Heidemeyer, ESF-Programmmangerin Kerstin Wilde, EU-Vize-Direktorin Lenia Samue und Staatsrat Dr. Joachim Schuster
Gruppenfoto zum Besuch aus Brüssel: Handelskammersyndicus Günther Lübbe, Geschäftsführer Karlheinz Heidemeyer, ESF-Programmmangerin Kerstin Wilde, EU-Vize-Direktorin Lenia Samue und Staatsrat Dr. Joachim Schuster

Einen großen Programmpunkt nahm die Erörterung der „Bremer Vereinbarungen“ ein. In den historischen Räumen der Handelskammer Bremen stellten die fast vollständig versammelten 28 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner ihr konzertiertes Vorgehen bei der Umsetzung der 14 Verabredungen der Bremer Vereinbarungen an vielen Beispielen vor. Frau Samuel war sehr beeindruckt. „Bremen geht hier einen richtigen und zielgerichteten Weg zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. Die enge Zusammenarbeit von Sozialpartnern, Kammern, Agenturen und Jobcentern mit Politik und Verwaltung ist unverzichtbar und sie muss wie hier in Bremen „gelebt“ werden.“ „Wie Sie das miteinander gestalten“, so Frau Samuel, „ist mehr als bemerkenswert, davon können wir lernen“. Frau Samuel hat angekündigt, das Modell der Bremer Vereinbarungen in Brüssel durch die Partner vorstellen zu lassen.

Frau Samuel nahm auch die Gelegenheit wahr, zwei Projekte zu besuchen.
Im „Ausbildungsbüro“ informierte sie sich im direkten Gespräch, wie Ausbildungsplätze für Jugendliche durch die Ansprache von Unternehmer/innen mit Migrationshintergrund gewonnen werden können. Sie begrüßte die Entscheidung der Vertreter der Wirtschaft, eine gemeinsame Anlaufstelle in der Handelskammer Bremen zu schaffen.

Im „Bremer Geschichtenhaus“ schlüpfen arbeitslose Menschen in die Rolle berühmter Bremer und präsentieren in selbstgeschneiderten historischen Kostümen bremische Geschichte als „lebendiges Museum“. Dieser Weg, im szenischen Spiele unter professioneller Leitung den persönlichen Entwicklungsprozess von Langzeitarbeitslosen zu stärken, und dies auch noch mit Stadtteilentwicklung zu verbinden, ist einmalig. Frau Samuel gratulierte allen Beteiligten zu ihrem Mut. „Genau für solche innovativen Wege, keine Personen aufzugeben, sondern ihre Potentiale zu heben und dies mit ehrgeizigen Zielen zu verbinden, seien Europäische Fördermittel gedacht“.

Foto: Pressestelle der Senatorin für Arbeit