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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Bremens Hochschulen punkten im Professorinnenprogramm 2030

Förderungen für alle vier staatlichen Hochschulen

09.03.2026

Bremens Hochschulen nehmen mit ihren Gleichstellungskonzepten äußerst erfolgreich am Professorinnenprogramm 2030 teil. Seit 2008 gibt es das zentrale Förderinstrument von Bund und Ländern zur Stärkung der Gleichstellung an den Hochschulen. In der aktuellen Programmphase konnte nun auch die Hochschule für Künste Bremen mit ihrem Gleichstellungskonzept überzeugen, sodass nun alle vier staatlichen Bremer Hochschulen im Programm erfolgreich sind.

Dazu Karolina Kumar, Staatsrätin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft: "Viele wissenschaftliche Errungenschaften verdanken wir Frauen. Doch zu oft wurden die Wissenschaftlerinnen für ihre Arbeit nicht gewürdigt oder ihre Erfolge wurden männlichen Kollegen zugeschrieben. Auf die Expertise von Frauen wollen und können wir nicht mehr verzichten. Wir machen wichtige Schritte, um die Strukturen für Frauen in der Wissenschaft zu verbessern. Doch bis zur Parität bleibt es noch ein langer Weg. Umso bedeutsamer ist es, dass die staatlichen Hochschulen im Land Bremen ihre Gleichstellungskonzepte konsequent weiterverfolgen. Die Aufnahme ins Professorinnenprogramm unterstreicht die Qualität der Konzepte."

Das Professorinnenprogramm 2030 wird bereits zum vierten Mal aufgelegt. Die Universität Bremen, die Hochschule Bremen und die Hochschule Bremerhaven waren auch in dieser Programmphase wieder erfolgreich und wurden bereits vergangenes Jahr zusätzlich mit dem Prädikat "Gleichstellungsstarke Hochschule" des Professorinnenprogramms 2030 ausgezeichnet. Das Prädikat eröffnet ergänzend zur Förderung einer Professur die Möglichkeit, eine Stelle für eine Wissenschaftlerin oder Künstlerin zu schaffen, die langfristig in eine unbefristete Professur überführt werden soll.

Zusätzlich zu den besonders ausgezeichneten Hochschulen kommt nun auch noch die Hochschule für Künste in das Progamm. Alle vier können in der laufenden Phase Anschubfinanzierungen für die Erstberufung von bis zu drei Wissenschaftlerinnen beziehungsweise Künstlerinnen auf unbefristete Professuren erhalten. Im Land Bremen konnten so in den ersten drei Programmphasen insgesamt 23 Professuren mit Frauen besetzt werden. In der laufenden Phase könnten nun zwölf weitere dazukommen und die Hochschulen im Land ihre erfolgreiche Gleichstellungspolitik weiter voranbringen. Der Frauenanteil bei Professuren lag in Bremen im Jahr 2024 bei 32,9 Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt von 29,7 Prozent.

Staatsrätin Kumar: "Dass mit der Hochschule für Künste nun auch unsere vierte staatliche Hochschule erfolgreich am Professorinnenprogramm teilgenommen hat, zeigt, dass Gleichstellung in Bremen hochschulübergreifend fest verankert ist. Ich gratuliere den Hochschulen zu diesem Erfolg."

Das Professorinnenprogramm 2030 wurde im November 2022 von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz beschlossen und basiert auf den drei vorherigen Programmphasen seit 2008. Das Programm hat zum Ziel, mehr Frauen für Professuren zu gewinnen, Nachwuchswissenschaftlerinnen auf ihrem Weg zur Lebenszeitprofessur gezielt zu fördern und an den Hochschulen eine dauerhafte, strukturelle Gleichstellung zu etablieren.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de