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Senatskanzlei

Bremens Auszubildende stärken das Friedensprojekt EU

Auslandserfahrungen mit Erasmus+

04.03.2026

Das dritte Mal haben gestern Abend (3. März 2026) Auszubildende aus Bremen und Bremerhaven im Bremer Rathaus ihre Europässe ausgehändigt bekommen. Rund 100 Auszubildenden wurde ihr Zertifikat von Bürgermeister Andreas Bovenschulte verliehen. Im vergangenen Jahr absolvierten die Auszubildenden aus Handwerk, Erziehung und Pflege sowie Kaufleute im Groß- und Außenhandel und Europakaufleute im Rahmen des Erasmus+-Programms ein Auslandspraktikum von drei Wochen bis zu sechs Monaten in verschiedenen europäischen Ländern – von Spanien über Österreich und Irland bis Malta. Bei der Veranstaltung berichteten einige von ihnen selbst von ihren Erfahrungen, etwa aus einem Sprachkurs auf Malta, einem Friseursalon in Spanien oder von der Baumwollernte in Griechenland.

Rund 100 Auszubildenden wurde ihr Europass von Bürgermeister Andreas Bovenschulte verliehen.
Rund 100 Auszubildenden wurde ihr Europass von Bürgermeister Andreas Bovenschulte (Mitte) verliehen. Foto: Senatspressetselle

Bürgermeister Bovenschulte: "Die jungen Auszubildenden haben großen Mut, Offenheit und Neugier bewiesen. Sie haben sich den Herausforderungen der Arbeitswelt in einem anderen Land gestellt und Erfahrungen fürs Leben gesammelt. Bremen ist ein weltoffenes Bundesland, das von der Gemeinschaft und dem Zusammenhalt in der EU lebt. Gerade deshalb wissen wir: Unterschiede sind eine Stärke, und wir profitieren davon, wenn wir voneinander lernen. Die Auszubildenden haben ein Stück Bremen nach Europa getragen, sich persönlich weiterentwickelt und zugleich wichtige Kontakte für ihre Ausbildungsbetriebe geknüpft. Damit leisten sie auch einen Beitrag zum Friedensprojekt der Europäischen Union – ein Projekt, das gerade in diesen Zeiten wichtiger denn je ist."

Bovenschulte dankte auch den Kammern, den Berufsschulen und den Betrieben, die es ihren Auszubildenden ermöglicht haben, diese wertvollen Erfahrungen im Zuge ihrer Ausbildung zu sammeln. In diesem Zuge kamen auch Jens Wirth, Geschäftsführer im Bereich Baumwollqualität in der Bremer Baumwollbörse und Phillipp Peiniger, Direktor des GOP Varieté-Theater Bremen zu Wort, die ihre Erfahrungen mit den Auslandspraktika ihrer Auszubildenden schilderten.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Mirjam Seidlitz von Bildung im Ausland UG und Hannah Volkers von der Erasmus-Koordinierungsstelle der Senatskanzlei. Geladene Auszubildende, Vertreterinnen und Vertreter der Ausbildungsbetriebe, der Berufsschulen und von Kammern und Verbänden fanden sich im besonderen Ambiente der Oberen Halle des Bremer Rathauses zusammen.


Bürgermeister Andreas Bovenschulte überreicht Europässe des Programms Erasmus+ an Auszubildende.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte überreicht Europässe des Programms Erasmus+ an Auszubildende. Foto: Senatspressestelle

Hintergrund

Erasmus+ ist das Förderprogramm der EU für allgemeine, berufliche und Erwachsenenbildung, Jugend und Sport. Es fördert europaweiten Austausch und Zusammenarbeit in allen genannten Bildungsbereichen. Das Programm Erasmus+ richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, im Lehrbetrieb tätige Menschen, Ehrenamtliche, Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer sowie an im Sport tätige Menschen und Organisationen. Besonders angesprochen sind alle, denen die Möglichkeiten eines Lernaufenthalts im Ausland bisher wegen ihrer persönlichen oder sozialen Situation oder wegen struktureller Faktoren nicht offen stehen.

Die für die aktuelle Programmperiode (2021-2027) gesetzten Prioritäten zielen darauf ab, lebenslanges Lernen zu fördern, nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen, sozialen Zusammenhalt und die europäische Identität zu stärken sowie Innovationen voranzutreiben. Im Zentrum des Programms stehen dabei die Themen Inklusion und Diversität, Digitalisierung, politische Bildung und Nachhaltigkeit, die eng miteinander verbunden sind. Nicht zuletzt mit diesen Elementen soll Erasmus+ aktiv dazu beitragen, einen gemeinsamen Europäischen Bildungsraum zu schaffen.

Der Europass-Mobilitätsnachweis
Wer im Rahmen seiner (hoch-)schulischen oder beruflichen Ausbildung ein Praktikum oder ein Studiensemester im europäischen Ausland absolviert und sich dieses von Erasmus+ fördern lassen hat, erhält einen Europass als Nachweis für die absolvierte Auslandserfahrung. Dieser soll die erworbenen Fähigkeiten einfach, konsistent und in europaweit nachvollziehbarer Weise darstellen: das Dokument gibt Aufschluss über die Funktion und Verantwortlichkeiten, arbeitsbezogene Kompetenzen, Sprachkenntnisse, digitale Kompetenzen, Organisations- und Führungskompetenz sowie Kommunikationsfähigkeiten, die die Person in ihrer Mobilitäterfahrung erlangt hat. Das Zertifikat ist so eine wertvolle Ergänzung zum Lebenslauf und kann zum Beispiel Bewerbungen beigefügt werden.

Kontakt für Fragen zu Erasmus+:
Hannah Volkers, Leitung Erasmus-Koordinierungsstelle Bremen im Referat für europapolitische Angelegenheiten der Senatskanzlei, Tel.: (0421) 361 54407, E-Mail hannah.volkers@europa.bremen.de

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Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen die Fotos zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Fotos: Senatspressestelle

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Christian Dohle, Pressesprecher des Senats, Tel.: (0421) 361-2396, E-Mail: christian.dohle@sk.bremen.de