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Senatskanzlei

Bremen trifft Rostock: Zwei Hansestädte meistern den Wandel

Öffentliche Veranstaltung des Bundesinnenministers im Rathaus

29.07.2010

Den 20. Jahrestag der Deutschen Einheit nimmt Bundesminister Dr. Thomas de Maizière zum Anlass für eine bundesweite Veranstaltungsreihe. Unter dem Titel „Das gemischte Doppel – Ost und West im Dialog“ sucht er mit Bürgerinnen und Bürgern aus vier Ost‐West‐Städtepaaren das Gespräch, deren Heimatorte seit 1990 keinen einheitlichen, aber doch ähnlichen Weg gegangen sind. Bremen und Rostock bildet solch ein „Doppel“. Am Mittwoch, dem 11. August kommt deshalb der Bundesminister nach Bremen und wird mit zwei „gemischten Doppeln“ aus Bremen und Rostock - mit Marco Bode und Marco Fuchs sowie Stefan Beinlich und Irmhild Düwel aus Rostock - über die Veränderungen seit 1990 sprechen. Die Veranstaltung in der Oberen Rathaushalle beginnt um 19 Uhr und ist öffentlich. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Im Anschluss an die Diskussion gibt es einen Empfang im Rathaus. (20.45 Uhr).
Die Deutsche Einheit hat nicht nur die ostdeutschen Städte nachhaltig verändert, sondern auch in Westdeutschland mussten sich Städte und Regionen neu orientieren. Was hat sich seither getan, was hat man voneinander gelernt, in welche Richtungen sind die Entwicklungen gegangen – darum geht es in dem Gespräch. Bürgermeister Jens Böhrnsen wird die Gäste begrüssen, Dr. Jacqueline Boysen (Deutschlandradio) übernimmt die Moderation.

Das erste Paar steht dabei für neue Stärken der beiden Hansestädte: Der Bremer Marco Fuchs und die Rostockerin Irmhild Düwel. Fuchs ist Vorstandsvorsitzender von OHB Technology, das in den achtziger Jahren von seinen Eltern gegründet wurde. Seitdem hat sich das Unternehmen zum drittgrößten europäischen Raumfahrtunternehmen entwickelt und schon mehrfach prestigeträchtige Aufträge an Land gezogen. „Die Füchse“ haben so erheblich dazu beigetragen, dass Bremen durch eine starke Luft- und Raumfahrtindustrie sein Profil als High-Tech-Standort geschärft hat. Irmhild Düwel reagiert als Leiterin eines der größten Weiterbildungszentren Mecklenburg-Vorpommerns ebenfalls auf die neuen Stärken der Region: Das „Aus- und Fortbildungszentrum Schifffahrt und Hafen“ wurde in „Aus- und Fortbildungszentrum Rostock“ unbenannt und neue Angebote geschaffen, um die gewachsenen Aufgaben deutlich zu machen: Schließlich werden in Wachstumsbranchen wie der Gesundheitswirtschaft und dem Tourismus zunehmend Fachkräfte gesucht, die qualifiziert werden müssen.

Mit Marco Bode und Stefan Beinlich hat der Bundesminister dann zwei langjährige Bundesliga- und ehemalige Nationalspieler zu Gast, die für Hansa Rostock und Werder Bremen noch immer Identifikationsfiguren sind. Beide Vereine sind Aushängeschilder für ihre Städte und haben in den vergangen zwanzig Jahren eine sehr unterschiedliche Entwicklung genommen. Beinlich und Bode sind den beiden Städten seit langen Jahren eng verbunden und stehen ihren Vereinen heute noch sehr nahe; Beinlich arbeitet seit diesem Mai sogar als Manager für Hansa Rostock.