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Die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation | Sonstige

Bremen-Tourismus wächst beständig

Mehr Gäste in den Hotels, neue Strategie 2030+ und starke Kampagnen setzen Impulse für nachhaltige Angebote

02.03.2026

Gemeinsame Pressemitteilung mit der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH

Bremens Attraktivität als Reiseziel wächst stetig – und das mit klarer strategischer Handschrift. 2025 war das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Bremen-Tourismus. Mit 2.544.247 Übernachtungen in den gewerblichen Beherbergungsbetrieben der Stadt Bremen verzeichnete das Statistische Landesamt ein Plus von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Land Bremen wurden mit 3.016.321 Übernachtungen erstmals mehr als drei Millionen gezählt – ein Anstieg von 3,4 Prozent gegenüber 2024. Es ist bereits das dritte Rekordjahr in Folge.

Rund achtzig Prozent der Übernachtungsgäste in der Stadt Bremen reisten aus Deutschland an und blieben durchschnittlich zwei Nächte. Etwa 20 Prozent der mehr als 2,5 Millionen Übernachtungen entfallen auf internationale Gäste. Wichtigster europäischer Quellmarkt bleiben die Niederlande mit 87.931 Übernachtungen, gefolgt von den USA (40.531) und Dänemark (35.250).

Auch kulturell befindet sich Bremen auf Rekordkurs. Die Museen im Land Bremen erreichten 2025 so viele Besuche wie nie zuvor. Die Kunsthalle liegt mit 175.861 Besuchen ganz vorne. Das Übersee-Museum erreichte mit 110.239 Besuchen die höchste Zahl seit 2016, das Focke-Museum mit 57.425 Gästen ebenfalls den stärksten Wert seit mehr als zehn Jahren. Auch die Wissenswelten legten zu: Das Universum Bremen verzeichnete 275.805 Gäste, die botanika 132.852. Die positive Entwicklung unterstreicht Bremens Profil als lebendige Kultur- und Wissensstadt.

"Tourismus ist für Bremen kein schönes Beiwerk, sondern ein handfester Wirtschaftsfaktor. Erstmals wurden 2025 im Land Bremen mehr als drei Millionen Übernachtungen gezählt. In der Stadt Bremen sichern rund 27.000 Menschen durch die Branche ihren Lebensunterhalt, der Bruttoumsatz liegt bei etwa 1,75 Milliarden Euro", sagte Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, auf einer Pressekonferenz der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH am heutigen Montag (2. März 2026). "Entscheidend ist, dass Wachstum gut für die Stadt funktioniert. Dafür setzt die Tourismusstrategie 2030+ einen klaren Rahmen."

Mit der neuen "Tourismusstrategie Stadt Bremen 2030+" setzt Bremen auf Kontinuität und Zukunftsfähigkeit. Die seit 2018 etablierten Profilthemen haben sich als tragfähig erwiesen und werden nun insbesondere unter Nachhaltigkeitsaspekten und durch eine stärkere Digitalisierung geschärft. Ein breit angelegter Beteiligungsprozess unter Federführung der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH und der Agentur mascontour bildete die Grundlage.

"Mit der Tourismusstrategie Stadt Bremen 2030+ setzen wir den Rahmen für die nächsten Jahre, mit Leit¬zielen, Handlungsfeldern und konkreten Maßnahmen. Dazu gehören Leitprojekte wie der Ausbau des Fahrradtourismus, ein Bremen Data Hub und eine durchgängige digitale Besucherreise, vom ersten Kontakt bis zum Aufenthalt. Seit 2024 fließen Teile der Einnahmen aus der Citytax gezielt in die Tourismusförderung zurück, damit wir diese Schritte verlässlich umsetzen können.", so Vogt.

Genau dies macht auch die WFB. "Wir sind sehr zufrieden mit der Weiterentwicklung und dem vorgeschalteten Prozess. Für uns ist die Strategie ein stringenter Leitfaden für unser Handeln nach innen und außen", sagte WFB-Geschäftsführer Oliver Rau.

Zwei neue Kampagnen im Jahr 2026 zahlen direkt auf die strategischen Schwerpunkte Digitalisierung und Nachhaltigkeit ein. Mit "Mehr als Märchen 2.0" wird die bundesweite Erfolgskampagne aus dem Jahr 2022 konsequent fortgeführt – diesmal mit einem digitalen Twist: KI-generierte Bremer Stadtmusikanten stehen symbolisch und mit Augenzwinkern für die Profilthemen der Stadt. Der Esel repräsentiert das kulturelle Erbe, der Hund die grüne Stadt am Fluss, die Katze die Genusskultur und der Hahn die vielfältigen Kunst- und Kulturerlebnisse.

Im Mai 2026 startet zudem das innovative Bonusprogramm "Bremen-Pay". Nachhaltiges Reisen und Verhalten werden belohnt – etwa die Anreise per Bahn, die Nutzung von Mehrwegbechern oder Touren mit dem Leihrad. Als Anerkennung winken Gratiskaffee oder vergünstigte Eintritte in Bremer Attraktionen. Nach dem Vorbild Kopenhagens soll Bremen-Pay dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck von Reisenden zu verringern und nachhaltigen Tourismus aktiv zu fördern. In Deutschland ist Bremen die erste Destination auf diesem Weg. Rund vierzig Bremer Unternehmen unterstützen die Kampagne.

Das Jahr 2026 verspricht zahlreiche Höhepunkte im touristischen Kalender: Anfang Oktober richtet Bremen die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit aus – rund 400.000 Gäste werden erwartet. Die internationale Rennserie GFNY macht erneut Station in Bremen, mit Start und Ziel im Tabakquartier und Strecken über 60 oder 110 Kilometer durch Stadt und Umland.

Unter dem Motto "Phänomenal 2026" widmet sich ein Themenjahr der Wissensvielfalt und lädt dazu ein, Forschung, Innovation und Alltagsphänomene neu zu entdecken. Tierische Sonderausstellungen wie "Kult Katze" im Übersee-Museum oder "Dackel – eine Ikone geht Gassi" in der Kunsthalle setzen zusätzliche Akzente. Im Universum Bremen dreht sich ab Herbst alles um das Phänomen des Fliegens.

Mit der renommierten International Joint Conference on Artificial Intelligence (IJCAI) wird Bremen zudem Gastgeber einer der weltweit führenden KI-Fachkonferenzen – erstmals seit 43 Jahren wieder in Deutschland. Eine wichtige Chance, Bremens Kompetenzen in diesem Bereich zu präsentieren und über 4.000 Gäste aus aller Welt zu begrüßen.

"Wir gehen mit viel Energie und Kreativität sowie einem motivierten Team in das neue Jahr", so Rau, "und wir werden weiter beweisen, dass Bremen eine Reise wert ist – und es vor allem immer einen guten Grund zum Wiederkommen gibt."

Ansprechpersonen für die Medien:

  • Christoph Sonnenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Tel.: (0421) 361-82909, E-Mail: christoph.sonnenberg@wht.bremen.de
  • Maike Bialek, Leiterin Kommunikation "Marketing und Tourismus", WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, Tel.: (0421) 9600-516, E-Mail maike.bialek@wfb-bremen.de