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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Bremen stellt öffentliche Beleuchtung neu auf

Wirtschaftlich abgesichert und klimafreundlich modernisiert

03.03.2026

Der Senat hat heute (3.März 2026) den neuen Beleuchtungsvertrag beschlossen. Vorbehaltlich der weiteren Gremienberatungen in der Bau-Deputation und im Haushaltsausschuss wird ab dem 1. April 2026 die swb Beleuchtung GmbH für 15 Jahre Betrieb, Wartung und Erneuerung der öffentlichen Beleuchtung in Bremen übernehmen.

Die jährlichen Kosten liegen 2026 bei rund 9,9 Millionen Euro. Damit wird das ursprünglich angestrebte Einsparziel aus der Ausschreibung zwar nicht vollständig erreicht, aber es kommt gleichwohl zu verbesserten Konditionen und Bremen hat zudem wieder die vollständige Verfügungsmöglichkeit über dieses zentrale Infrastrukturnetz.

Hauptgründe für das monetär nicht vollständig erreichte Einsparziel sind die allgemeine Preisentwicklung und die besondere Marktsituation in diesem technischen Bereich. Das Angebot wurde fachlich geprüft und als wirtschaftlich angemessen bewertet.

Entscheidend ist: Für 2025 waren für Wartung und Betrieb der Straßenbeleuchtung 10,074 Millionen Euro eingeplant. Der neue Vertrag liegt 2026 bei rund 9,866 Millionen Euro pro Jahr – also rund 200.000 Euro darunter. Das heißt: Trotz höherer Kosten als ursprünglich erhofft bleibt der Vertrag unter dem bisherigen Kostenniveau. Die Finanzierung ist in den Haushalten 2026/2027 sowie in der Finanzplanung vollständig abgesichert.

Über die gesamte Laufzeit von 15 Jahren ergeben sich voraussichtliche Gesamtkosten von rund 166,7 Millionen Euro. Davon entfallen rund 26,8 Millionen Euro auf Investitionen in die Erneuerung der Anlagen. Ab 2027 greifen vertraglich vereinbarte Indexierungen, die Preisentwicklungen bei Löhnen, Erzeugerpreisen und Strom berücksichtigen.

Ein wesentlicher Schritt ist die Rückführung der Beleuchtungsanlagen in städtisches Eigentum, die sich aus dem ausgelaufenen Altvertrag verbindlich ergeben hat. Damit gewinnt Bremen volle Steuerungsfähigkeit über dieses zentrale Infrastrukturnetz. Investitionen, Modernisierungen und der Anschluss neuer Stadtgebiete können künftig eigenständig geplant und umgesetzt werden. Zugleich schafft der Vertrag die Grundlage für eine umfassende LED-Umrüstung. Moderne Technik senkt den Energieverbrauch, reduziert CO₂-Emissionen und verbessert die Lichtqualität. Die Stromkosten werden künftig verbrauchsabhängig abgerechnet. Das stärkt Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen.

Mit dem neuen Vertrag sichert Bremen eine verlässliche öffentliche Beleuchtung und schafft Planungssicherheit.

Ansprechpartner für die Medien:
Aygün Kilincsoy, Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361 - 6012, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bau.bremen.de