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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

Bremen startet Wettbewerb "Bremen pflastert ab!"

Gemeinsam für mehr Grün in der Stadt: Wettbewerbs-Homepage jetzt online

03.03.2026

In Bremen startet am 21. März 2026 der Wettbewerb "Bremen pflastert ab!". Bis zum 31. Oktober 2026 sind Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Schulen, Vereine und Initiativen aufgerufen, versiegelte Flächen aufzubrechen und zu begrünen. Ziel ist es, möglichst viele Quadratmeter Pflaster, Beton oder Asphalt zu entfernen und dadurch aktiv zur Klimaanpassung sowie zur Förderung der Artenvielfalt in der Stadt beizutragen. Ab sofort ist auch die offizielle Bremer Wettbewerbs-Homepage online: Unter www.bremen-pflastert-ab.de finden Interessierte alle Informationen zur Teilnahme sowie aktuelle Hinweise rund um den Wettbewerb.

Henrike Müller, Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, betont: "Jeder Quadratmeter zählt. Mit 'Bremen pflastert ab!' machen wir Klimaanpassung konkret und sichtbar. Wo heute noch Stein liegt, kann morgen Grün wachsen. Ich lade alle Bremerinnen und Bremer ein, mitzumachen – für eine kühlere, artenreichere und lebenswertere Stadt. Auf die Preisverleihung im November freue mich schon sehr."

Teilnehmen können alle, die eine private versiegelte Fläche zurückbauen und naturnah gestalten möchten – etwa im Vorgarten, im Hinterhof, auf dem Schulhof oder auf einem Firmengelände. Auch mehrere Flächen können eingereicht werden, eine Mindestgröße gibt es nicht. Die Teilnahme ist unkompliziert: Pflastersteine oder Beton entfernen, die Fläche ausmessen, Vorher- und Nachher-Fotos machen und die Daten online eintragen. Voraussetzung ist, dass die Fläche im eigenen Eigentum ist oder die Eigentümerin beziehungsweise der Eigentümer zugestimmt hat.

Der Wettbewerb ist Teil der bundesweiten Initiative abpflastern.de. Alle in Bremen gemeldeten Flächen fließen sowohl in die städtische als auch in die bundesweite Wertung ein. Berücksichtigt werden alle Flächen, die zwischen dem 21. März und dem 31. Oktober 2026 entsiegelt und begrünt werden. Die Preisverleihung findet am 19. November 2026 statt. Bremen tritt dabei im Wettbewerb gegen andere Großstädte wie Hamburg und Frankfurt um die größte insgesamt entsiegelte Fläche pro Einwohner an.

Hintergrund sind die zunehmenden Belastungen durch Starkregen und Hitzeperioden. Stark befestigte Flächen verhindern, dass Regenwasser versickern kann und heizen sich an heißen Tagen stark auf. Durch die Entsiegelung wird der Boden wieder aufnahmefähig, die Kanalisation entlastet und das Stadtklima verbessert. Gleichzeitig entstehen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere.

Die Preise des Bremischen Wettbewerbs werden in drei Kategorien vergeben:

  • die "Goldene Spitzhacke" für die größte entsiegelte Fläche,
  • die "Goldene Gießkanne" für eine besonders gelungene Gestaltung
  • sowie der "Grüne Roland" als Wanderpokal für den Stadtteil mit dem größten Engagement.

Die Auszeichnung erfolgt im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung durch die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft.

Hintergrund:
Die Idee des Abpflasterns stammt aus den Niederlanden. Dort werden seit 2020 beim Wettbewerb "NK Tegelwippen" entfernte Pflastersteine gezählt, um Klimaanpassung und Biodiversität zu fördern. Initiiert von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung Koblenz (HfGG) gibt es seit 2025 auch in Deutschland einen bundesweiten Wettbewerb mit "Abpflastern".

Mit "Bremen pflastert ab!" bringt die Stadt diesen Ansatz auf die lokale Ebene und ruft dazu auf, direkt vor der eigenen Haustür aktiv zu werden. "Bremen pflastert ab!" wird von der Bremischen Naturschutzbehörde und dem Regionalbüro Natürlicher Klimaschutz im Land Bremen gesteuert und von einem breiten Akteursnetzwerk unterstützt.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Ina Schulze, Pressesprecherin bei der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Tel.: (0421) 361-96 269, E-Mail: ina.schulze@umwelt.bremen.de