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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Bremen startet Landesagentur für berufliche Weiterbildung

02.09.2021

Transformation der Wirtschaft, beschleunigte Digitalisierung der Wirtschafts- und Arbeitswelt, die Folgen des Klimawandels – all das macht künftig neue berufliche Qualifikationen nötig. Es entstehen neue Berufsfelder und neue technologische Anforderungen. Dieser digitale Transformationsprozess ist auch von Fragen zu Nachhaltigkeit und Gendergerechtigkeit geprägt. Im Land Bremen spielen diese Fragen bereits eine zentrale Rolle. Unterschiedliche Maßnahmen, die vom Land oder vom Bund gefördert werden, wie zum Beispiel das KI-Transferzentrum, die Servicestelle Digitalisierung, das regionale Zukunftszentrum Nord mit dem Projekt "KI in der Arbeitswelt" oder das Projekt "Fachkräfte sichern" setzen sich mit genau diesen Themen auseinander.

Diese und weitere Expertise möchte die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Kristina Vogt, ab sofort unter dem Dach der Landesagentur für berufliche Weiterbildung (LabeW) sichtbar machen und vernetzen. Mit dem ersten Baustein, der Beratung zum Nachholen von Berufsabschlüssen über die Externenprüfung (Nachqualifizierung), wurde bereits am 1. Juli begonnen.

"Mit dieser Struktur unterstützen wir Beschäftigte, Betriebsräte und Unternehmen beim Thema Qualifizierung. Durch Qualifizierung kann drohende Erwerbslosigkeit verhindert werden. Und sie ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Wettbewerbsfähigkeit der Bremer Unternehmen auf Dauer zu sichern", sagt Senatorin Vogt. "Für alle Projekte, die sich im Land Bremen mit beruflichen Fort- und Weiterbildungsfragen befassen, soll die Landesagentur für berufliche Weiterbildung der Knotenpunkt werden."

Die LabeW hat die Aufgabe, den Zugang zu beruflicher Fort- und Weiterbildung möglichst niedrigschwellig und barrierefrei zu gestalten. Bestehende Qualifizierungsmöglichkeiten wird sie bündeln und kommunizieren. Allen Menschen, insbesondere an- und ungelernte Personen, soll sie ermöglichen, sich beruflich weiter zu qualifizieren. Sie richtet sich auch an Betriebsräte und Unternehmen, die Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Qualifizierungsstrategien benötigen.

Eine weitere Aufgabe der LabeW ist es, in Bremen und Bremerhaven Förderlücken der Regelförderung und neue Handlungsfelder beziehungsweise Weiterbildungsbedarfe zu identifizieren. Und gegebenenfalls neue Projekte anzustoßen und Empfehlungen für neue Programme zu geben. Das Angebot wird gemeinsam mit den Kammern und Sozialpartnern kontinuierlich weiterentwickelt.

Ansprechpartner für die Medien:
Christoph Sonnenberg, Stellvertretender Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Tel.: (0421) 361-82909, E-Mail: christoph.sonnenberg@wae.bremen.de