Senat gibt Bundesmittel für Sanierungsprogramm in allen Stadtteilen frei
24.03.2026Der Senat hat heute (24.März 2026) ein umfangreiches Sanierungsprogramm für Bremens Verkehrswege beschlossen. In den kommenden zwei Jahren werden rund 15 Millionen Euro zusätzlich in die Erneuerung von Straßen, Rad- und Gehwegen investiert. Die Finanzierung erfolgt über den Landesanteil aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes im Rahmen des Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetzes (LuKIFG).
Bereits in diesem Jahr starten 18 Maßnahmen mit einem Volumen von rund 6,9 Millionen Euro – in allen Stadtbezirken. Im Süden wird unter anderem die Senator-Apelt-Straße saniert, im Westen die Ritterhuder Heerstraße, im Osten die Kurt-Schumacher-Allee und die Vahrer Straße, in der Mitte der Osterdeich und im Norden die Hammersbecker Straße. Auch Rad- und Gehwege sind Teil des Programms, etwa an der Franz-Schütte-Allee und der Hermann-Osterloh-Straße.
Verkehrssenatorin Özlem Ünsal betont hierzu: "Mit den zusätzlichen Mitteln des Bundesprogramms können wir jetzt einen echten Sprung nach vorne machen und kräftig in die Substanz unserer städtischen Infrastruktur investieren. Wir gehen deutlich über die laufende Instandhaltung hinaus und sanieren ganze Straßenzüge – in allen unseren Stadtteilen, nicht nur entlang der großen Verkehrsachsen. Besonders wichtig ist uns, dass wir dabei auch die Quartiere stärken, in denen die Menschen täglich zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. 15 Millionen Euro zusätzlich für bessere Straßen, Radwege und Gehwege, das ist eine starke Investition, die alle Bremerinnen und Bremer im Alltag spüren sollen."
Konkret umfasst das Programm neue Asphaltdecken, die Erneuerung von Entwässerungsrinnen und Bordanlagen, die Sanierung von Pflasterflächen sowie neue Fahrbahnmarkierungen. Die Auswahl der Strecken basiert auf den regelmäßigen Begutachtungen des Amtes für Straßen und Verkehr. Der Großteil der Arbeiten beginnt im zweiten Halbjahr 2026, einige Maßnahmen starten über bestehende Rahmenverträge bereits früher.
Das Programm ist flexibel angelegt: Verzögert sich ein Projekt, können andere vorgezogen werden. Über die konkreten Maßnahmen für 2027 entscheidet das Bau- und Mobilitätsressort gemeinsam im Senat Anfang kommenden Jahres. Bremen verfügt über rund 1.450 Kilometer Straßen und etwa 1.300 Kilometer eigenständige Geh- und Radwege. Die regulären Mittel reichten bislang vor allem für laufende Schadensbeseitigungen. Mit dem Bundesprogramm kann nun erstmals seit Jahren wieder in die Substanz der städtischen Infrastruktur investiert werden.
Ansprechpartner für die Medien:
Aygün Kilincsoy, Pressesprecher bei der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, Tel.: (0421) 361 - 6012, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bau.bremen.de