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Die Senatorin für Inneres und Sport | Senatskanzlei

Bremen macht sich stark für den Ernstfall

Umfassendes Programm für Zivile Verteidigung mit zentraler Steuerung

13.01.2026

Bremen geht einen innovativen Weg: Mit einem strukturierten Landesprogramm bereitet sich das Land gezielt auf Krisen und Bedrohungen vor – von Cyberangriffen über hybride Angriffe bis zum Verteidigungsfall. Das Besondere: Ein eigenes Programmbüro bei der Senatorin für Inneres und Sport koordiniert alle Maßnahmen zentral und prüft systematisch Wechselwirkungen.

Der Senat hat heute (13. Januar 2026) das Landesprogramm "Bremen resilient | Landesprogramm Zivile Verteidigung" beschlossen. Damit reagiert Bremen umfassend auf die veränderte sicherheitspolitische Lage. Das Programm läuft bis Ende 2028 und bündelt alle notwendigen Maßnahmen für Krisen-, Spannungs- und Verteidigungsfälle.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte betont: "Bremen übernimmt Verantwortung. Zivile Verteidigung ist keine Kriegsvorbereitung, sondern kluge Vorsorge. Die zentrale Steuerung ist dabei entscheidend: So vermeiden wir Doppelstrukturen, nutzen Synergien und haben jederzeit den vollständigen Überblick über alle Maßnahmen."

Innensenatorin Dr. Eva Högl: "Wir haben in den vergangenen Jahren erlebt, wie schnell sich die Sicherheitslage verändern kann. Von der Gasmangellage 2022 bis zu den aktuellen Angriffen auf kritische Infrastruktur in Berlin: Krisen kommen oft unerwartet. Mit 'Bremen resilient' schaffen wir jetzt die Grundlagen, um im Ernstfall schnell und koordiniert handeln zu können. Das Programmbüro sorgt dafür, dass wir systematisch alle notwendigen Konzepte entwickeln und dabei mögliche Lücken frühzeitig erkennen. Das unterscheidet uns: Wir arbeiten nicht an Einzellösungen, sondern bauen eine umfassende Struktur auf."

Über 60 Vorhaben in sechs Bereichen

Das Programm umfasst die zivile Alarmplanung, die Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen, den Zivilschutz, die Versorgung der Bevölkerung, die Unterstützung der Streitkräfte sowie zentrale Querschnittsthemen. Alle Ressorts des Landes und die Stadt Bremerhaven arbeiten dabei eng zusammen. Durch die regelmäßige Abstimmung und ein zentrales Monitoring soll sichergestellt werden, dass die Planungen der unterschiedlichen Ressorts eng aufeinander abgestimmt sind. Diese sollen bestmöglich mit den entsprechenden Planungen anderer Länder und des Bundes verzahnt werden. Zu den konkreten Vorhaben gehören unter anderem die Warnung der Bevölkerung, die Sicherstellung der Trinkwasser-, Lebensmittel- und Energieversorgung, die medizinische Notfallversorgung sowie die Absicherung kritischer Infrastrukturen.

Zur besseren Abstimmung richtet Bremen einen neuen ressortübergreifenden Arbeitskreis ein: Der "AK Kritische Infrastrukturen / Zivile Verteidigung" koordiniert die Arbeit zwischen allen Behörden und mit Bremerhaven. Diese Verzahnung beider Themenfelder in einem Gremium ist bundesweit einzigartig.

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